Bibliographic Metadata

Title
Normbegründung in Konstruktivismus und Diskursethik - ein Vergleich / vorgelegt von Jan Markowski
AuthorMarkowski, Jan
CensorMeyer Lukas
Published2013
Description94 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2013
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Habermas, Jürgen / Diskursethik / Barry, Brian M. / Konstruktivismus <Philosophie> / Habermas, Jürgen / Diskursethik / Barry, Brian M. / Konstruktivismus <Philosophie> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44766 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Normbegründung in Konstruktivismus und Diskursethik - ein Vergleich [0.58 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Diese Arbeit ist der generellen Frage nach der Rechtfertigung moralischer Normen gewidmet. Zu diesem Thema ist eine große Zahl von Theorien ausweisbar, von denen einige partiell überzeugende Argumentationen bieten. Allerdings wollte ich in meiner Arbeit eine Theorie vorstellen, welche alle vernünftigen Argumentationsmuster in der Ethik berücksichtigen kann. Zu diesem Zweck werden zwei unterschiedliche Normbegründungsansätze einander gegenübergestellt, die für Argumentationsweisen aus anderen Ethiktheorien offen sind. Die beiden Herangehensweisen entsprechen der Diskursethik bei Jürgen Habermas und dem Konstruktivismus bei Brian Barry, die zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen. Eine Parallele ist jedoch besonders hervorzuheben: Tatsächlich handelt es sich um eine Distinktion, die ich als Grundlage der beiden Theorien unterstelle und diese gleich einer Schablone auf die beiden anwende. In diesem Zusammenhang beziehe ich mich auf Ernst Tugendhat, welcher die Unterscheidung von ?moralischem Standpunkt? und ?Repräsentant des moralischen Standpunkts? expliziert hat. Diese Distinktion sehe ich in meiner Arbeit als grundlegend für das Verständnis der beiden vorzustellenden Theorien von Habermas und Barry an. Der moralische Standpunkt wird schließlich als Ideal der Rechtfertigung moralischer Normen angesehen und der Repräsentant desselben als Methode der tatsächlichen Annäherung an dieses Ideal. Nach der Anwendung dieser Begriffsunterscheidung auf die beiden Konzeptionen gilt es vor allem deren spezifische Begründungsweise der Charakteristika des moralischen Standpunkts zu analysieren und etwaige Unterschiede hervorzuheben. In einem weiteren Schritt werden schließlich die von den Theorien vorgeschlagenen Repräsentanten des moralischen Standpunkts einem Vergleich unterzogen. Mit Hilfe der Begründungsansätze von Barry und Habermas bzw. durch deren Vergleich sollte es endlich möglich sein eine Idee, wie das Problem der Begründung moralischer Normen zu lösen sei, zu vermitteln.

Abstract (English)

This paper deals with the general problem of justifying moral norms or principles. We find a lotofdifferent theories that are dedicated to that issue and some of them are able to offer at least partly convincing solutions to the relevant questions, but the task of my research was to look for a theory that combines all forms of reasonable or sound argumentations in ethics. For this purpose I contrast two distinct approaches, which try to give an answer to the question of justifying moral norms in a way that is open to different impacts from other ethical theorizing. The two theories I focus on, the ?Diskursethik? of Jürgen Habermas and the ethical constructivism of Brian Barry, do have a lot in common, as I assert in my work, but there is one parallel which deserves special attention: In fact, I describe one distinction that I suppose to be a basic idea of both conceptions. In this case I refer to Ernst Tugendhat, who explicates the distinction between the ?moralischenStandpunkt? and the ?Repräsentant des moralischenStandpunkts?. These two terms provide the basis on which I try to understand the theories of Habermas and Barry. In the following work the ?moralischeStandpunkt? is described as an ideal of justifying moral norms and the ?Repräsentant des moralischenStandpunkts? as a procedure for an actual justification, that should be as approximated as possible to the ideal of the moral point of view (?moralischerStandpunkt?). The next step is to ask how the two distinct conceptions defend the characteristics of the moral point of view and to point out differences in the way of their argumentation. A further task is to compare the procedures for approximating to the ideal of the moral point of view that the approaches propose. With the help of Barry?s constructivism and Habermas? ?Diskursethik? and their comparison we should get an idea of the way in which the problem of justifying moral norms could be solved.