Titelaufnahme

Titel
Images of the 'other' in accounts of the Grand Tour : a comparison of ethnographic stereotypes and literature on encounters with European peoples / vorgelegt von Miriam Raffaela Scheitz
Verfasser/ VerfasserinScheitz, Miriam Raffaela
Begutachter / BegutachterinLöschnigg Martin
Erschienen2013
Umfang87 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europa / Volk / Stereotyp / Europa / Volk / Stereotyp / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44758 Persistent Identifier (URN)
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Images of the 'other' in accounts of the Grand Tour [1.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Darstellungen ethnographischer Stereotype haben eine ebenso lange literarische Tradition wie Schilderungen über Begegnungen mit fremden Völkern, müssen jedoch als gegensätzliche Herangehensweise Fremde darzustellen erachtet werden. Während die deduktiven Behauptungen des ersten Ansatzes die Fremdenbilder des Menschen signifikant geprägt hat, können die induktiven Äußerungen der zweiten Methode als authentisch betrachtet werden, wenn auch subjektiv und kulturell beeinflusst. Nachdem ethnographische Vergleichstabellen sowie Reiseberichte speziell während der Zeit der Grand Tour sehr beliebt waren, wurde in dieser Arbeit die Relation zwischen den Charakterbildern europäischer Nationen, nämlich der Franzosen, Italienern und Deutschen der Völkertafel, und deren Präsentation in den Berichten drei Reisender dieser Epoche, Thomas Coryat, Joseph Addison und Hester Lynch Piozzi, untersucht. Durch den Vergleich dieser literarischen Quellen konnten folgende Schlussfolgerungen gezogen werden: die vorherrschenden ethnographischen Typenbilder finden keine Bestätigung in den Berichten der Reisenden, da diese nicht nur gegensätzliche Beobachtungen hervorbringen, sondern auch die traditionellen Charaktermerkmale erweitern. Trotzdem kommt Piozzi, die zeitlich letzte der drei Reisenden, mit ihren Schilderungen der Europäer den stereotypisierten Nationalcharakteren am nächsten. Obwohl die Eindrücke der drei Reisenden hochgradig verschieden sind, bestätigen ihre Beschreibungen verhältnismäßig mehr Charakteristika der Italiener als der anderen Nationen. Wegen der Fülle an Detailinformationen in den Berichten der drei Reisenden, könnte das Spektrum dieser Arbeit problemlos erweitert werden, zum Beispiel im Bezug auf die Aspekte abseits der Kategorien der Völkertafel oder das Verhältnis zwischen der Selbstdarstellung der Reisenden und ihrem Nationalcharakter.

Zusammenfassung (Englisch)

Documentations of ethnographic stereotypes as well as encounters with foreign nations have a long literary tradition, yet can be viewed as opposing approaches towards portraying ?others?. While the former?s deductive assertions have played a significant role in people?s images of foreign cultures, the latter?s inductive statements can be regarded as authentic, but at the same time subjective and culturally influenced. As comparative charts of ethnographic stereotypes and travelogues were particularly popular in the era of the Grand Tour, this paper investigated the relation between three European nations? stereotypes, namely the French?s, Italians? and Germans? as found in the Völkertafel, and their representation in three Grand Tourists? accounts, who are Thomas Coryat, Joseph Addison and Hester Lynch Piozzi. By comparing these literary sources, the following conclusions regarding similarities, differences and discernible chronological trends could be drawn: the prevailing ethnographic stereotypes are not confirmed by the travellers, for they not only present contrasting observations, but also extend the traditional categories for specifying national character. Nevertheless, Piozzi, who travelled later than the other two Grand Tourists, depicts Europeans most according to their stereotype. Although all three Tourists? impressions are considerably diverse, they agree with more ethnographic stereotypes of the Italians than with the other two nations. Due to the wealth of detailed information given in the Grand Tourists? accounts of their journeys, the opportunity for further research on described aspects apart from the traditional ethnographic attributes, e.g. sprawling Protestantism, or the relation between their statements regarding their compatriots and their own nation?s national character arises.