Titelaufnahme

Titel
Prospektive Untersuchung des Einflusses eines niedrigen Anti-Müller-Hormon-Wertes (AMH) auf die Lebendgeburtenrate nach IVF/ ICSI und nachfolgenden Kryozyklen abhängig vom Alter der Patientin / Patricia Faas-Fehervary
Verfasser/ VerfasserinFaas-Fehervary, Patricia
Begutachter / BegutachterinPetek, Erwin
Erschienen2012
Umfang31 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44595 Persistent Identifier (URN)
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Prospektive Untersuchung des Einflusses eines niedrigen Anti-Müller-Hormon-Wertes (AMH) auf die Lebendgeburtenrate nach IVF/ ICSI und nachfolgenden Kryozyklen abhängig vom Alter der Patientin [0.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die prospektive Studie untersuchte die Frage, ob das Anti-Müller-Hormon (AMH) für alle Altersgruppen in Bezug auf die Lebendgeburtenrate die gleiche Aussagekraft besitzt. Im klinischen Alltag war der Eindruck entstanden, dass niedriges AMH bei jungen Patientinnen nicht mit einer erniedrigten Lebendgeburtenrate einhergeht. In die Auswertung miteinbezogen wurden neben frischen Zyklen auch die dem frischen Zyklus nachfolgenden Kryozyklen, um eine vollständigere Aussage über den Erfolg des Behandlungszyklus zu geben. Von 1186 Zyklen zwischen November 2009 und Dezember 2010 wurden 482 Patientinnen mit kompletten Datensätzen in die Studie aufgenommen. Es zeigte sich, dass ein unterhalb des Normbereichs liegendes AMH nur in der Altersgruppe über 35 Jahre mit einer verringerten Lebendgeburtenrate einhergeht (p<0,047). Bei Patientinnen unter 35 Jahren war der Unterschied zwischen Frauen mit erniedrigtem und normalem AMH nicht statistisch signifikant.Weitere statistisch signifikante Ergebnisse waren die Abnahme des Anti-Müller-Hormons mit dem Alter (p<0,00), die Zunahme der Abortrate mit dem Alter (p<0,00) und die höhere Wahrscheinlichkeit, Gemini zu gebären, je jünger die Kinderwunschpatientin war (p<0,046). 86% der Patientinnen wurden im frischen Zyklus schwanger, 14% im Kryozyklus; die höchgste Chance, im Auftauzyklus eine Lebendgeburt zu erzielen, hatten die Patientinnen unter 35 Jahren, über 40 Jahren führte im untersuchten Kollektiv kein Kryozyklus zu einer Gravidität.Die Studienergebnisse zeigen, dass AMH nicht in allen Altersgruppen die gleiche Vorhersagekraft für einen erfolgreichen IVF-/ ICSI-Zyklus hat und dass bei einem älteren Patientenkollektiv wegen der hohen Abortrate die Lebendgeburtenrate als Erfolgsparameter gegenüber der Schwangerschaftsrate deutlich aussagekräftiger ist. Für die richtige Beratung der Paare können diese zusätzlichen Informationen wegweisend sein.

Zusammenfassung (Englisch)

This study focused on the question, if low Anti-Mullerian-Hormone (AMH) has the same predictive value regarding decreased probability of live birth after IVF-/ ICSI treatment regardless of patient' s age. In the clinical routine it appeared, that low AMH would not be as predictive of low birth rate in young patients as in older women. AMH is used to estimate the ovarian reserve before the start of infertility treatment. The study comprises fresh IVF/ICSI cycles and the following kryo-cycles of the same patient in order to give a more concise result. It was performed between November 2009 and December 2010 and included initially 1186 treatment cycles; inclusion criteria were met by 482 patients and their IVF-ICSI and kryocycles.Statistical analysis showed, that AMH is predictive of a higher live birth rate only in patients >35 years of age (p<0,046), which supported the initial hypothesis. In patients <35 years of age, there was no statistically significant difference in the live birth rate between women with low and normal AMH. The study further confirmed, that AMH decreases and miscarriages increase with age (p<0,00) and the likelihood of delivering twins is higher in patients <35 years (p<0,047). 86% of the patients became pregnant in the IVF-/ICSI-cycle and 14% in the kryo-cycle. The highest chance of having a live birth after kryo-cycle treatment had patients <35 years with AMH in the normal range. Above the age of 40, no patient became pregnant in a kryocycle.The results of our study show, that AMH is not equally ligated with live birth in all age groups, but has a negative correlation over 35 years. Furthermore in treatment groups with older patients live birth rate is a more precise outcome parameter compared to ongoing pregnancy rate as rate of miscarriage is severely increasing with female age. For responsible counselling of the patient, the additional information gained in this study might be decisive for the right choice of treatment options.