Titelaufnahme

Titel
Damals und Heute - die Zuwanderungen von 1991/92 und 2015/16 und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Vergleich
Weitere Titel
Then and Now - The Migrations of 1991/92 and 2015/16 and their implications for the labor market in comparison
Verfasser/ VerfasserinDonnerer, Martin Stefan
Begutachter / BegutachterinKreimer, Margareta
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-119766 Persistent Identifier (URN)
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Damals und Heute - die Zuwanderungen von 1991/92 und 2015/16 und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Vergleich [1.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Sommer 2015/16 kam es zu einer großen Zuwanderung von Flüchtlingen aus Syrien. In der Bevölkerung wurde dies als außergewöhnliches Ereignis angesehen, jedoch kam es auch 1991/92 zu einer starken Zuwanderung aus einem Bürgerkriegsland, nämlich Jugoslawien. Diese Arbeit versucht zu beantworten, ob die Zuwanderung von 2015/16 aus Syrien mit jener aus Jugoslawien aus den Jahren 1991/92 verglichen werden kann. Sollte eine solche Vergleichbarkeit gegeben sein, welche Lehren können dann für den Umgang mit der jüngeren Zuwanderung gezogen werden? Eine Analyse der beiden Zuwanderungswellen (Kap.3) zeigt, dass bei der Altersstruktur sowie der Bildungsstruktur große Ähnlichkeiten zwischen den beiden Gruppen bestehen. Die kulturellen Werte Syriens und Jugoslawiens unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander, jedoch gibt es größere Unterschiede zwischen der syrischen und österreichischen Kultur. Die Untersuchung der Effekte der Zuwanderung von 1991/92 auf den Arbeitsmarkt (Kap.4) zeigte, dass es nur zu sehr geringen negativen Effekten auf den gesamten Arbeitsmarkt kam. Einzig stärker betroffen waren sogenannte Risikogruppen wie junge, schlecht ausgebildete, männliche Arbeitskräfte. Betrachtet man die Zuwanderung von 2015/16 (Kap.5) so ist ebenfalls damit zu rechnen, dass der gesamte Arbeitsmarkt kaum betroffen sein wird. Gefährdet sind ebenfalls Risikogruppen wie bereits vorhandene ZuwanderInnen oder schlecht ausgebildete Arbeitskräfte. Deshalb sind Ausbildungsprogramme nötig, die den gefährdeten Gruppen helfen ihren Ausbildungsgrad zu erhöhen. Durch die Kompetenzchecks und sogenannten Wertekursen versucht man dies zu erreichen. Gelingt es die neuen Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren und gefährdete Gruppen zu unterstützen, so ist langfristig mit einem positiven Effekt auf die österreichische Wirtschaft zu rechnen.

Zusammenfassung (Englisch)

The summer of 2015/16 saw a massive migration of refugees from Syria to Austria. Even though the population might consider this a unique event, in the years 1991/92 another wave of migrants from a war-torn country, namely Yugoslavia, came to Aus-tria. This master thesis tries to answer the question of whether the migration of 2015/16 from Syria can be compared to that in 1991/92 from Yugoslavia. If the waves of migration can be compared, is it also possible to learn from the earlier migration and use those teachings to take adequate measures in preparing society and the labour market for the latter migration?An analysis of both migration waves (Chap.3) shows that age distribution and educa-tional structure of the immigrants are very alike. The cultural values of Syria and Yu-goslavia differ in some points and there are larger differences between Syrian values and Austrian values then between the Austrian and Yugoslavian culture. Investigating the effects of the migration of 1991/92 on the Austrian labour market (Chap.4) shows that there were only little negative effects. Strong negative effects could only be seen in certain risk groups such as young, poorly trained, male workers. Considering the effects of the migration of 2015/16 (Chap.5) it can also be expected that there will be only minimal negative effects on the whole labour market. Stronger negative effects can be expected for risk groups such as already integrated immigrants and poorly trained workers. The integration of the new workers is highly dependent on the ability to acknowledge their prior education/training and to successfully integrate them into society. The government is trying to achieve this via “Kompetenzchecks” and courses in Austrian values. If those new workers can be integrated successfully and endan-gered groups can be supported there will be positive effects to the Austrian economy in the long run.