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Title
Die steirischen Freiwilligen Feuerwehren im Nationalsozialismus : die Umstrukturierung des österreichischen Feuerwehrwesens unter besonderer Berücksichtigung der Steiermark / vorgelegt von Mario Hörzer
AuthorHörzer, Mario
CensorKonrad Helmut
Published2012
Description123 S. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Steiermark / Freiwillige Feuerwehr / Geschichte 1933-1945 / Steiermark / Freiwillige Feuerwehr / Geschichte 1933-1945 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44564 Persistent Identifier (URN)
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Die steirischen Freiwilligen Feuerwehren im Nationalsozialismus [0.68 mb]
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Abstract (German)

Die Arbeit zeigt die Entwicklung der steirischen Freiwilligen Feuerwehren in der Zeit des Nationalsozialismus. Dazu wird anfangs die Zeit vor dem "Anschluss" sowohl in Österreich als auch im Deutschen Reich betrachtet, da wichtige Schritte gemacht wurden, die für den weiteren Lauf des Feuerwehrwesens von Bedeutung waren.Der Hauptteil befasst sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, inwiefern sich die politischen Veränderungen auf die Feuerwehren ausgewirkt haben und ob diese auch von einer "Gleichschaltung" betroffen waren.Durch ein Reichslöschgesetz wurden die Wehren der Polizei angeschlossen und in den folgenden Jahren vereinheitlichten Verordnungen und Erlässe das Feuerwehrwesen im gesamten "Dritten Reich". Es kam allerdings nicht nur zu einer rechtlichen Vereinheitlichung, sondern auch zum Versuch einen Eiheitsfeuerwehrmann zu schaffen. Dazu wurden Ausbildung, Ausrüstung, Aussehen und Information zentral von Berlin vorgegeben. Durch den Ausbruch des Krieges wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren hart getroffen. Mit fortlaufendem Krieg hatten sie immer größeren Personalmangel zu verzeichnen. Nicht nur Reservisten mussten wieder in Dienst genommen werden, auch neue Personen mussten verpflichtet werden, und so mussten später auch "Hitlerjungen" und Frauen ebenfalls Feuerwehrdienst leisten. Ebenso hart traf die Wehren die Kriegswirtschaft.Ab dem Zeitpunkt als die alliierten Bomber in Reichweite waren und die Heimat auch zur Kampfzone wurde, blieben oft nur noch die Jugendlichen und Frauen für die Brandbekämpfung übrig. Schlussendlich war ein flächendeckender Brandschutz nicht mehr vorhanden. Nach Kriegsende wurde trotz geringem Mannschaftsstand und fehlender Ausrüstung rasch mit dem Neuaufbau begonnen. Am Ende wird erkennbar, dass die steirischen Feuerwehren zügig in das System des Nationalsozialismus eingeführt und verankert wurden und auch zu einem wirksamen Organ des Staates wurden, sich ihrer traditionellen Aufgaben aber meist bewusst waren.

Abstract (English)

The thesis shows the development of the styrian voluntary fire brigades during the National Socialism. At the begining there will be an analasys of the time in Austria and Germany before the ?Anschluss?. During this time many things changed which were important for the process of the following years. The main part of the paper should show how political change caused alteration within the system of fire brigades and if there has been ?Gleichschaltung? for firefighters as well. According to the law of fire fighting of 1938 the fire brigades became part of the police. 672 pages of legislative texts regulated the system in the whole ?Third Reich?. Also there were texts about the legal background of the act of firefighting and many other things. There was not only legal standardisation. The Nazis tried to build standardised firefighters by establishing uniform training, facilities, appearance and information. When the Second World War broke out, the voluntary fire brigades got massive problems because of the missing members, which were fighting in the army. People who were reservists had to fill the gap, otherwise people were urged to provide the service for the brigades. Eventually teenagers and women were asked to do this job. From the day when the Allies were able to fly air raids and the homeland became a battlezone only teenagers an women were left back to do the firefighting. At the end there was no fire prevention all over the country any more. Allthoug there was no manpower and no facilities but the reorganisation of the system of fire brigades was made rather quickly after the end of the war.At the end we will see, that the styrian fire brigades were quickly made a part of the whole National Socialist system, but never really forgot their traditional duty.