Titelaufnahme

Titel
Lernen findet Stadt : eine pädagogisch-kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit relationalen Lernprozessen im gentrifizierten urbanen Raum / vorgelegt von Stefanie Rumersdorfer
Verfasser/ VerfasserinRumersdorfer, Stefanie
Begutachter / BegutachterinCzejkowska Agnieszka
Erschienen2012
Umfang98 S. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gentrifizierung / Lernen / Gentrifizierung / Lernen / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44278 Persistent Identifier (URN)
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Lernen findet Stadt [0.6 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit befindet sich im Spannungsfeld der kulturwissenschaftlichen Stadtforschung und einer pädagogischen Annäherung an Lern- und Bildungsprozesse. Die Beantwortung der Forschungsfrage: Welche Aspekte relationalen Lernens werden in Gentrifizierungsprozessen sichtbar? fußt auf der Überlegung, dass die vielfach kritisierten städtischen Umbewertungsprozesse von Wohnvierteln, die unter dem Begriff der Gentrifizierung zusammengefasst werden, aufgrund ihrer gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Beschaffenheit, eine ?Bühne? für Lern- und Bildungsprozesse bieten können. Dabei geht es um im gentrifizierten Stadtraum agierende Subjekte, die stetig vor neue Herausforderungen in Bezug auf sichtbare als auch symbolische Umgestaltungen gestellt werden, für die noch keine adäquaten Denk- und Handlungsschemata vorhanden sind, um sie zu verhandeln. In relationalen Lern- und Bildungsprozessen werden sie dabei soweit abgewandelt, als dass das Individuum seine Position in diesem komplexen Geflecht dauerhaft ändert und es zu einer Transformation der jeweiligen Muster kommt, wodurch schließlich gelernt wird. Mit der ?Brille' der Lerntheorie eines relationalen Lernens (Künkler 2011) wird somit versucht aufzuzeigen, dass in oftmals kritisierten Gentrifizierungsprozessen, Aspekte des relationalen Lernens vorkommen. Mit Rückgriff auf bildungstheoretische Auseinandersetzungen sollen sie in Hinblick auf ihre Bedeutung für das Ermöglichen von Bildungsprozessen beleuchtet werden. Weiß das Individuum um die eigene Involviertheit und Bedingtheit Bescheid, ist es möglich, Vorgänge zu erkennen, die in einem nächsten Schritt kritisch betrachtet und bei Bedarf mitgestaltet werden können. Dazu wurden zwei Aktionen aus Berlin und Graz ausgewählt, um anhand jener Beispiele, konkrete Lernprozesse aufzuzeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

This masterthesis is located between the topics of urban studies in the field of cultural anthropology and the analysis of learning processes in the field of educational sciences. The research question is ?What aspects of relational learning can be found in processes of gentrification??, which is based on the assumption that mostly criticized processes of gentrification can offer an ideal space for learning due to their social, cultural, political and economic nature. This hypothesis relies on the consumption that individuals are constantly faced with new challenges in terms of visible and symbolic transformations and no possible solution to deal with them can be found yet. Concerning relational learning, which concept is based on the work of Tobias Künkler (2011), patterns for actions and thoughts can be modified when being interacting with others, in this case the others would be neighbours or residents of the city. The goal would be that the individual knows about his or her own involvement and conditions within the processes of gentrification, how he or she influences them and how they influence him or her in turn, concerning patterns of actions and thoughts. To gain an insight into these learning processes, two examples will be shown, one from Berlin and one from Graz, to demonstrate the specific educational process in terms of broadening one?s horizon.