Titelaufnahme

Titel
Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Bildtelefonie in der mobilen Pflege und Betreuung älterer Menschen am Beispiel des Modellprojekts Videofon der Volkshilfe Steiermark / Christina Kunter
Verfasser/ VerfasserinKunter, Christina
Begutachter / BegutachterinHaller Max
Erschienen2012
Umfang101 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bildtelefonie / Ambulanter Hilfs- und Pflegedienst / Bildtelefonie / Ambulanter Hilfs- und Pflegedienst / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44241 Persistent Identifier (URN)
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Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Bildtelefonie in der mobilen Pflege und Betreuung älterer Menschen am Beispiel des Modellprojekts Videofon der Volkshilfe Steiermark [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer Abschätzung der Möglichkeiten und Barrieren einer Umsetzung von bildtelefonischer Betreuung in der mobilen Altenpflege auf Basis bisheriger Erfahrungen im In- und Ausland. Im ersten Teil der Arbeit konnte im Rahmen einer Literaturrecherche gezeigt werden, dass Bildtelefonie bisher bereits in der Betreuung chronisch erkrankter (älterer) Menschen erfolgreich eingesetzt wurde - meist in Kombination mit konventioneller ambulanter Pflege. Eine wesentliche Einschränkung pflegerischer Fernbetreuung stellt die Tatsache dar, dass keine manuelle Hilfestellung geleistet werden kann, weshalb Personen mit intensiv-pflegerischem Aufwand keine primäre Zielgruppe darstellen, indirekt jedoch über die Beratungsmöglichkeit pflegender Angehöriger vom Service profitieren können. Den zweiten Teil der Arbeit bildet eine qualitative Interviewstudie, die im Rahmen des Modellprojekts "Videofon" der Volkshilfe Steiermark (2008-2010) durchgeführt wurde. Befragt wurden hierbei sowohl KundInnen und BeraterInnen, die die Betreuung über Bildtelefonie über einen gewissen Zeitraum (ca. 1 Jahr) testen konnten und in den Interviews über ihre Erfahrungen berichteten, als auch mobile Pflegefachkräfte ohne bisherigen Bezug zum Thema Telecare, die zu potenziellen Zielgruppen und Einsatzgebieten von Bildtelefonie im Rahmen häuslicher Altenpflege interviewt wurden. Die Erfahrungsberichte ergaben - trotz oftmaliger technischer Störungen - mehrheitlich positive Bewertungen der Dienstleistung, die vor allem von SeniorInnen mit geringem Betreuungsaufwand erprobt wurde. Eine mögliche Entlastung des Pflegealltags mobiler Dienste wird von den befragten mobilen Pflegefachkräften aber eher bezweifelt, da viele KundInnen einen hohen Betreuungsbedarf aufweisen, der eine manuelle Hilfe vor Ort erfordert, auch wenn eingeräumt wird, dass die zwischenmenschliche Kommunikation im Betreuungsalltag oft zu kurz kommt und Bildtelefonie hier unterstützend eingreifen könnte.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis deals with an assessment of potentials and barriers of realizing remote health care services for older people using video-telephony, based on national and international experiences. The first part includes the results of a systematic literature review which could demonstrate that video-telephony has been used successfully in care for (elderly) people suffering from chronic diseases, mostly in combination with traditional home care. As it?s a fact that telecare can?t provide manual assistance, people requiring intensive care are not the primary target group, but can still profit from the advisory service for care-giving relatives. The second part deals with a qualitative interview study that was conducted within a model project by Volkshilfe Steiermark called ?Videofon? (2008-2010). Interviews were made both with clients and telenurses that had been testing the system for a certain period of time (approx. one year) and reported about their experiences, and also with care workers without any prior connection to telecare, who were asked about personal attitudes, potential target groups and possible fields of intervention within traditional home care. The interviews with clients and telenurses reveal - despite frequent technical problems - a rather positive evaluation of the service which has been mostly demanded by seniors not consuming any home care services beforehand. Some of them had been suffering from some kinds of health impairments, the majority wanted to become more active in terms of prevention. However, interviewed home care workers seriously doubt the potential of using video-telephony within traditional home care and any positive effects on resources, as most clients don?t request any care service until they are in need of intensive care and require manual support on the spot - even if they also admit that there?s not enough time left for interpersonal communication and that video-telephony could be a helpful support in this regard.