Titelaufnahme

Titel
Lebenssituation und Berufsperspektive von HauptschülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund / Berlinda Nikolla
Verfasser/ VerfasserinNikolla, Berlinda
Begutachter / BegutachterinHöllinger Franz
Erschienen2012
Umfang118 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Hauptschüler / Migrationshintergrund / Lebensbedingungen / Berufsaussicht / Graz / Hauptschüler / Migrationshintergrund / Lebensbedingungen / Berufsaussicht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44173 Persistent Identifier (URN)
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Lebenssituation und Berufsperspektive von HauptschülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund [1.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelpunkt dieser Masterarbeit stehen die Analyse und die Gegenüberstellung der familiären und schulischen Lebenssituation sowie die Ausbildungs- und Berufsperspektive von HauptschülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund. Die empirische Untersuchung stützt sich auf die Berufswahltheorie von Elmar Lange. 180 SchülerInnen aus fünf Grazer Hauptschulen im Schuljahr 2010/11 nahmen an der Befragung teil. Entgegen meiner Hypothese kümmern sich die Eltern von SchülerInnen mit Migrationshintergrund mehr um die schulischen Leistungen und um die Berufswahl ihrer Kinder als Eltern österreichischer SchülerInnen. Dieses überraschende Ergebnis lässt sich dadurch erklären, dass die Unterstützung durch die Eltern, die Schulleistungen und die Ansprüche an die berufliche Zukunft stark von den Familienverhältnissen abhängt: Die österreichischen SchülerInnen wachsen viel häufiger in unstabilen und unvollständigen Familien aufwachsen als SchülerInnen mit Migrationshintergrund. LehrerInnen haben als Ansprechpersonen im Berufsfindungsprozess eine geringe Bedeutung für die HauptschülerInnen. Auch der Unterricht ?Berufsorientierung? wird von den SchülerInnen eher schlecht benotet. Allgemein lässt sich ein hoher Nachholbedarf, was die Berufsberatung von Seiten der Schule anbelangt, ermitteln. Die Berufswünsche der SchülerInnen fallen sehr geschlechtsstereotypisch aus: Während sich die Buben vermehrt für handwerkliche und technische Berufe interessieren, tendieren die Mädchen zu Berufen aus dem Dienstleistungs- oder Sozialsektor. Die Ausbildungsziele zeigen starke Unterschiede zwischen den Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Deutlich mehr SchülerInnen mit Migrationshintergrund wollen auf eine Höherbildende Schule. Ein Großteil der SchülerInnen ohne Migrationshintergrund will eine Lehre machen. Besonders auffällig ist, dass im Vergleich dazu verhältnismäßig viele SchülerInnen mit Migrationshintergrund nach der Hauptschule keinen weiteren Bildungsweg verfolgen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis examines and compares the family and the school life situation as well as the job perspectives of secondary school students (Hauptschüler) with and without migration background in Austria. The empirical research is based on the career choice theory of Elmar Lange. According to Lange, career choice is a process, which is affected by three interaction situations: family, school and career guidance. 180 students (aged from 13 to 16 years) from secondary schools in Graz were asked to fill out a standardized questionnaire. Contrary to my hypothesis, students with migration background get more support from their parents in regard to school and career choice. Accordingly, the former also have a better school performance and higher aspirations for their future. This surprising result can be explained by the fact that parental support, school performance and career aspirations depend strongly on the family background: Austrian students grow up much more frequently in unstable and incomplete families than students with migration background. Juveniles rarely choose teachers as contact persons for questions about training and job. Also the school subject ?Berufsorientierung? is predominantly bad judged by the pupils. Generally there is a huge backlog demand concerning the career guidance at least in those schools which took part in this study. The job wishes of the students are very traditional and gender-specific. Boys mainly choose technical jobs, whereas girls? favourites are service occupations and welfare. Regarding their educational goal there is a major difference between students with and without migration background. In comparison to students without migration background who predominantly choose traineeship as their next educational step, students with migration background aim to be accepted at ?Höherbildende Schule?. Noticeable thereby is the comparatively large number of pupils with migration background who don?t plan any further education at all.