Titelaufnahme

Titel
Actual entities und process : zur einzelwissenschaftlichen Rezeption von A.N. Whiteheads Begriff des Werdens / eingereicht von Anna-Christina Kainradl
Verfasser/ VerfasserinKainradl, Anna-Christina
Begutachter / BegutachterinEsterbauer Reinhold
Erschienen2012
Umfang94 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Whitehead, Alfred North / Werden / Whitehead, Alfred North / Werden / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44120 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit werden drei exemplarische Rezeptionsversuche der Philosophie Whiteheads dargestellt, analysiert und kritisiert. Enscheidend ist dabei die Fragestellung, auf welche Art und Weise die Begriffe actual entity und process, die in der Philosophie Whiteheads für das Verständnis von Werden und Veränderung zentral sind, in spezifische wissenschaftliche Kontexte aufgenommen werden und welchen Transformationen sie dabei unterliegen. Unterschiede im Umgang mit Whiteheads Denken werden sowohl in Bezug auf philosophische als auch in Bezug auf einzelwissenschaftliche Zugänge und Vorgangsweisen thematisiert. Neben Darstellung und Analyse dieser Versuche vervollständigen ein Vergleich sowie eine Kritik im letzten Kapitel die Untersuchung. Es wird deutlich, dass die Philosophie Whiteheads in allen drei Ansätzen teilweise große Akzentverschiebungen erfährt. Diese beziehen sich sowohl auf die begriffliche Ebene als auch auf die Grundintentionen der Philosophie Whiteheads, besonders insofern sie das Verhältnis Stabilität?Dynamik und die Kritik an der Substanz-Metaphysik beziehungsweise an mechanistischen Theorien betreffen. Aus philosophischer Perspektive wird untersucht, inwieweit bei diesen Verschiebungen zwischen den unterschiedlichen Theorieniveaus die Differenzen der methodischen Zugänge, Begrifflichkeiten und Zusammenhänge thematisiert werden, ohne deren Beachtung eine wissenschaftlich valide und der Philosophie Whiteheads angemessene Rezeption nicht möglich ist. Dass es dabei zu unterschiedlich tiefgreifenden Schwierigkeiten kommen kann, ergibt sich aus der methodischen Unähnlichkeit der jeweiligen Einzelwissenschaften im Vergleich zu philosophischen Ansätzen. Das Nicht-Beachten dieser Verschiedenheiten lässt Zweifel über die Legitimität der daraus folgenden Rezeption aufkommen. Inwieweit die Philosophie Whiteheads unkritisch für Einzelwissenschaften fruchtbar gemacht werden kann, wie oft behauptet wird, ist also zu hinterfragen.

Zusammenfassung (Englisch)

Three quintessential perceptions of Whitehead's philosophy are presented, analyzed, and criticized. The central question at hand is the way in which the concepts, actual entity and process, are handled in three specific scientific contexts and which transformations they undergo, both crucial to the understanding of Whitehead's coming into being philosophy. Biological, psychological, and moral theological approaches as well as philosophical differences in dealing with Whitehead's philosophy are investigated. In addition to this work?s presentation and analysis, both a comparison and critique will complete the final chapter. It is apparent from the data that each scientific approach to Whitehead's philosophy undergoes some major, emphatic shifts. These shifts affect both the representational level as well as the basic intentions of his philosophy; that is, they deal with the relationship between stability and dynamics and the critique concerning metaphysics of substance or mechanistic theories. From a philosophical point of view, differences in intention, theoretical level, methodological approaches, and use of terms and contexts as central themes can be examined in order to provide a scientifically valid perception appropriate to Whitehead's philosophy. Keeping the fundamental dissimilarities of the respective sciences in mind, various levels of difficulty are likely to be encountered. Not considering these differences, however, would lead to a significant doubt about the legitimacy of the resulting perception. The extent to which the alleged usefulness for the science is credited to Whitehead's philosophy has oftentimes been said to be much scrutinized.