Titelaufnahme

Titel
Phonologische Bewusstheit und Schriftspracherwerb / Anna Grabner
Verfasser/ VerfasserinGrabner, Anna
Begutachter / BegutachterinLanderl Karin
Erschienen2012
UmfangV, 96 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Schriftsprache / Spracherwerb / Phonologische Bewusstheit / Schriftsprache / Spracherwerb / Phonologische Bewusstheit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44077 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang der phonologischen Bewusstheit und dem Schriftspracherwerb in der konsistenten deutschen Orthografie. Es wurden die phonologische Bewusstheit, das phonologische Kurzzeitgedächtnis, allgemeine kognitive Fähigkeiten, das Buchstabenwissen und Lese- bzw. Schreibfähigkeiten von 184 Kindern der ersten Klasse Volksschule erhoben. Die phonologischen und schriftsprachlichen Fähigkeiten der Kinder wurden sowohl am Beginn als auch am Ende der ersten Klasse erfasst. Ein solches Vorgehen ermöglicht es, Kausalzusammenhänge zwischen phonologischen und schriftsprachlichen Fähigkeiten zu überprüfen. Gerade die Art des Zusammenhangs dieser beiden Fähigkeiten stellt immer noch eine kontrovers diskutierte Frage dar (z.B. Castles & Coltheart, 2004). Die längsschnittlichen Daten der vorliegenden Studie weisen darauf hin, dass sich phonologische und schriftsprachliche Fähigkeiten wechselseitig beeinflussen. Allerdings ist weder das Lesen eine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung von phonologischer Bewusstheit, noch ist die phonologische Bewusstheit eine notwendige Voraussetzung für den frühen Leseerwerb. Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Studie ist, dass die frühe phonologische Bewusstheit und das Buchstabenwissen der Kinder die besten Prädiktoren für Lese-und Rechtschreibfähigkeiten am Ende der ersten Klasse sind. Das phonologische Kurzzeitgedächtnis kann keine spezifische Varianz mehr aufklären, wenn die phonologische Bewusstheit bereits berücksichtigt worden ist.

Zusammenfassung (Englisch)

This study deals with the relationship between phonological awareness and literacy acquisition in the consistent German orthography. Phonological awareness, phonological short-term memory, general cognitive abilities, letter knowledge and reading and writing skills were assessed in a sample of 184 first grade children. Phonological skills and written language skills were assessed both at the beginning and at the end of grade one. This procedure allows examining causal relations. The question about causal relations between phonological skills and written language skills remains largely unclear (e.g. Castles & Coltheart, 2004). The longitudinal data of the present study revealed that there might be a reciprocal relationship between phonological skills and reading and writing. However, reading skills are not necessary for the development of phonological awareness and phonological awareness is not a prerequisite for early reading skills. Another important result of this study is that early phonological awareness and letter knowledge are the best predictors of reading and writing skills at the end of grade one. Once phonological awareness has been taken into account phonological short-term memory does not explain any specific variance in reading or writing.

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