Titelaufnahme

Titel
Das Gesetz des Realen : Lacan - Merleau-Ponty - Adorno / eingereicht von Stefan Köchel
Verfasser/ VerfasserinKöchel, Stefan
Begutachter / BegutachterinList Elisabeth ; Esterbauer Reinhold
Erschienen2012
Umfang196 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Lacan, Jacques / Merleau-Ponty, Maurice / Adorno, Theodor W. / Psychoanalyse / Lacan, Jacques / Merleau-Ponty, Maurice / Adorno, Theodor W. / Psychoanalyse / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44044 Persistent Identifier (URN)
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Das Gesetz des Realen [1.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Dissertation widmet sich dem Verhältnis der Leben und der Werke des Psychoanalytikers/Philosophen Jacques Lacan, des Philosophen Maurice Merleau-Ponty und des Philosophen Theodor W. Adorno in Bezug auf deren Rezeptionen und Aneignungen der Psychoanalyse Sigmund Freuds. Als dramaturgischer Leitfaden fungiert die von Lacan geprägte Formulierung einer so genannten Rückkehr zu Freud. Hauptteil I, Merleau-Ponty an den Grenzen der Phänomenologie, widmet sich den kritischen Auseinandersetzungen mit dem Themenkomplex Leiblichkeit und Sprache, die Merleau-Ponty mit gegenwärtig führenden Vertretern der Phänomenologie und Linguistik unternimmt. Eine Analyse Merleau-Pontys Bemühungen um einen letztlich phänomenologischen Begriff des Unbewussten führt schließlich über zu Teil II der Dissertation: Lacan und die Psychoanalyse. Argumentiert wird Lacans Nähe zu Merleau-Ponty, die insbesondere durch die pointierte Auseinandersetzung Lacans mit Martin Heidegger, Georg W. F. Hegel und Sigmund Freud an Kontur gewinnt und letztlich auffällig an die Differenz-Philosophie Walter Benjamins erinnert. Mit Adorno an den Grenzen der Psychoanalyse widmet sich Teil III der Dissertation schließlich dem ausgezeichneten Widerpart der letzteren Positionierung. Erläutert wird die Entwicklung und Entfaltung der Adornoschen Philosophie bereits in den 1920er und 30er Jahren, um auf die brisante Auseinandersetzung Adornos mit Benjamin und zudem auf die entsprechend besondere Nähe Adornos zu Merleau-Ponty zu verweisen. Rekonstruiert wird alsdann die äußerste Konsequenz Kritischer Theorie in Gestalt einer nunmehrigen Ästhetischen Theorie, die jenseits von Merleau-Ponty und Lacan (Benjamin) zwar in der Tat eine folgerichtige Dekonstruktion von Transzendentalphilosophie schlechthin ?bedeutet?, wiewohl hier zu erinnern bleibt, dass noch diese Adornosche Dekonstruktion in Transzendentalphilosophie zumindest ihren Ausgang nimmt und somit ohne ihr erst gar nicht wäre.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis addresses the proportion of the lives and the works of psychoanalyst/philosopher Jacques Lacan, philosopher Maurice Merleau-Ponty and philosopher Theodor W. Adorno with reference to their receptions and appropriations of Sigmund Freud?s psychoanalysis. As dramaturgical main thread serves Lacan?s wording of a so called return to Freud. Corresponding to that return the thesis makes a start with its first main part, Merleau-Ponty at the limits of phenomenology, and addresses the philosopher?s confrontation with topics of corporeity and language. After that an analysis of Merleau-Ponty?s efforts towards a phenomenological concept of the unconscious leads to main part II, Lacan and psychoanalysis. On the one hand argued is Lacan?s nearness to Merleau-Ponty, which especially takes shape following Lacans? confrontations with Martin Heidegger, Georg W. F. Hegel and Sigmund Freud; on the other hand argued is Lacan?s nearness to Walter Benjamin?s philosophy of difference. Main part III, Adorno at the limits of psychoanalysis, addresses the extraordinary opponent of the latter position. Explained is the development of Adorno?s philosophy already in the 1920ies and 30ies, his confrontation with Benjamin and his nearness to Merleau-Ponty. After that the consequence of critical theory is reconstructed as a so called aesthetic theory, which actually ?means? a kind of deconstruction of transcendental philosophy, although it?s to remember, that at least Adorno?s deconstruction makes its start in transcendental philosophy and so far would not be without it.