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Title
Zwischen Kontinuität und Konvergenz : Österreich und der Finanzmarkt-Kapitalismus / Kilian Schwarzl
Additional Titles
Between continuity and convergence: Austria and financialization
AuthorSchwarzl, Kilian
CensorKraemer Klaus
Published2012
Description93 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2012
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Zsfassung in dt. und engl. Sprache
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Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Österreich / Kreditmarkt / Österreich / Kreditmarkt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43989 Persistent Identifier (URN)
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Zwischen Kontinuität und Konvergenz [0.65 mb]
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Abstract (German)

Der Finanzmarkt-Kapitalismus (FMK) beschreibt den gestiegenen Einfluss der Finanzmärkte auf die Realökonomie und die Verbreitung der streng an den Aktionären orientierten Unternehmensführung. Diese Arbeit untersucht, welchen Einfluss er auf die österreichische Wirtschaft hat bzw. einige für ihn charakteristische Phänomene, also vor allem die aktionärsorientierte Unternehmensführung als Reaktion auf den aktiven Markt für Unternehmenskontrolle und den Aufstieg der institutionellen Anleger als Lösung des Problems um Eigentum und Kontrolle in der AG. Der Varieties of Capitalism-Ansatz wird dem FMK gegenübergestellt, weil er die Beständigkeit der Unterschiede zwischen nationalen Kapitalismusarten betont. Genauer analysiert werden für die Jahre 2001 bis 2011 die heute 39 größten, heimischen AGs. Eine konzentrierte Eigentümerstruktur mit strategischen Kernaktionären, also die Dominanz des geduldigen Kapitals, kann bestätigt werden. Staat und Banken sind u.a. mächtige Kernaktionäre bzw. Stimmrechtsverwalter. Typisch sind außerdem die einflussreiche Arbeitnehmervertretung und die gesetzlich verankerte Stakeholder-Orientierung bzw. eine weitestgehend fehlende Kapitalmarktkultur. Viele Aspekte der aktionärsorientierten Unternehmensführung wurden dennoch übernommen: Unternehmenserfolg wird in Shareholder Value-Kennzahlen angegeben, Transfermechanismen wie Übernahmen und Aktienoptionen verbreiten die Logik des FMK, Aktienrückkäufe sind meist Teil kapitalmarktorientierter Strategien. Den Markt für Unternehmenskontrolle oder institutionelle Aktivisten kann man dafür kaum verantwortlich machen, auch nicht den dringenden Bedarf an Auslandskapital, sehr wohl aber in gewissem Maße gezielte Managemententscheidungen. Verhandelter Shareholder Value wird betrieben, die Entwicklung befindet sich irgendwo zwischen der Kontinuität alteingesessener Institutionen und der Konvergenz zum marktdominierten FMK, vor allem aufgrund der Hartnäckigkeit einiger historisch langsam gewachsener Faktoren.

Abstract (English)

Windolf?s model of Financialization (Finanzmarkt-Kapitalismus) deals with the grown influence of the financial markets in the economy and the dispersion of Shareholder Value orientated management. This paper analyzes its influence in the Austrian economy, especially the effects of shareholder orientated management as the result of an active market of corporate control and the rise of institutional investors as the answer to the problem of ownership and control in the listed corporations. The theory of Varieties of Capitalism is compared to Financialization, because it emphasizes the consistency of the differences between various national types of capitalism. This paper contains an analysis of the 39 biggest Austrian corporations. Their concentrated ownership structure and blockholders make patient capital very strong in Austria. The government and the banks are important blockholders too and have a lot of voting power. Other characteristics are strong employee representation and the legally fixed stakeholder orientation as a result of various historic developments and the lack of sympathy for the financial sphere. Nevertheless, a lot of aspects of shareholder orientated management were in fact installed in Austrian corporations. Shareholder Value operating figures are used to tell the corporation?s success, Transfermechanismen such as takeovers and stock options distribute the idea of Financialization to all stakeholders, share repurchase programs are mostly part of Shareholder Value strategies. External pressure from an active market of corporate control or institutional shareholder activism can hardly be responsible for these changes, not even a desperate need for foreign capital, but in some extent management decisions. There are signs of a verhandelter Shareholder Value, the economy finds itself somewhere between the continuity of stable, traditional institutions and the convergence towards a market dominated Shareholder Value system.

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