Titelaufnahme

Titel
Grenzsignale in der Österreichischen Gebärdensprache / vorgelegt von Lena Mallinger
Verfasser/ VerfasserinMallinger, Lena
Begutachter / BegutachterinGadler Hanspeter
Erschienen2012
Umfang107 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreichische Gebärdensprache / Junktur / Österreichische Gebärdensprache / Junktur / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43874 Persistent Identifier (URN)
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Grenzsignale in der Österreichischen Gebärdensprache [7.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit widmet sich einem Bereich der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS), dem bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, nämlich den Möglichkeiten zur Grenzmarkierung. Zu Beginn wird ein kurzer Überblick über die Forschungsgeschichte der Gebärdensprachforschung gegeben. Im weiteren Verlauf werden verschiedene Möglichkeiten der Grenzmarkierung in Lautsprachen und in Gebärdensprachen erläutert. Der größte Teil der Arbeit widmet sich der Methodik und Auswertung der durchgeführten Untersuchung. Für diese wurden neun Personen aus drei verschiedenen Gruppen ausgewählt. Die erste Gruppe umfasst hörende Personen ohne gebärdensprachliches Vorwissen. Die zweite Gruppe besteht aus hörenden Personen mit einer guten Gebärdensprachkompetenz und die dritte Gruppe beinhaltet gehörlose und schwerhörige Personen, deren Erstsprache die ÖGS ist. Allen neun Personen wurden dieselben acht Videos mit Texten in ÖGS vorgespielt und sie wurden gebeten, diese mithilfe von ELAN intuitiv zu segmentieren. Im Anschluss sollten sie für jeden gemachten Schnitt Signale angeben, die sie zur Segmentierung veranlasst hatten. Alle Personen waren in der Lage, die einzelnen Texte zu segmentieren, was darauf hindeutet, dass es relativ eindeutige Grenzsignale geben muss, die vom Inhalt der Gebärden unabhängig sind. Die Gruppe der hörenden gebärdensprachkompetenten Personen machte deutlich am meisten Schnitte und tendierte dazu, neben größeren Einheiten auch kleinere zu segmentieren. Es ließ sich außerdem eine relativ deutliche Tendenz feststellen, dass die hörenden nicht-gebärdensprachkompetenten Personen sich mehr auf manuelle Signale konzentrierten, während die gehörlosen und schwerhörigen gebärdensprachkompetenten Personen eher dazu neigten, nonmanuelle Grenzmarkierungen anzugeben. Obwohl diese Arbeit einen kleinen Beitrag zur Erforschung der Grenzsignale in der ÖGS leistet, ist auf diesem Gebiet in Zukunft noch eingehendere Forschung nötig, da noch viele Fragen offen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis explores the possibilities of marking boundaries in Austrian Sign Language (ÖGS), an issue which has not yet been researched in depth. The first part of the thesis gives a brief overview of the history of sign language research and subsequently, different possibilities of boundary marking in spoken and in signed languages are discussed. The main part of the thesis presents the methodology and the results of the study which was carried out. For this study, nine persons were chosen as participants and split into three groups. The first group consists of hearing persons with no previous contact with ÖGS, the second group includes hearing non-native signers and the third group encompasses deaf and hearing impaired native signers with ÖGS as their first language. All nine participants were shown the same eight videos containing texts in ÖGS and were asked to segment them intuitively in ELAN. Subsequently, they should name the signals for each cut, that caused them to segment in the particular spots. All participants were capable of segmenting the different texts, which indicates that there are relatively clear boundary signals that are obviously independent from the content of the signs. The group of hearing signers made the largest number of cuts and tended to mark not only bigger units but also smaller phrases. In addition, there was a clear tendency that hearing non-signers paid more attention to manual signals, while deaf and hearing impaired signers named more non-manual signals. This diploma thesis makes a respectable contribution to the investigation of boundary signals in ÖGS, however, much research is yet to be done in this field, since several questions remain unanswered.