Titelaufnahme

Titel
Enemy wanted : a corpus-based critical discourse analysis of representations of terrorism in anglophone print media / vorgelegt von Johannes C. Zeller
Verfasser/ VerfasserinZeller, Johannes C.
Begutachter / BegutachterinKettemann Bernhard
Erschienen2012
Umfang128 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfssung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Englisches Sprachgebiet / Berichterstattung / Druckmedien / Terrorismus / Englisches Sprachgebiet / Berichterstattung / Druckmedien / Terrorismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43810 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Enemy wanted [2.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Terrorismus ist ein unspezifisches Konzept. Doch wenn wir uns ansehen, wie Terrorismus in der Medienwelt repräsentiert wird, stoßen wir auf ein Konstrukt, das sehr wohl spezifische Eigenschaften aufweist. Der Diskurs rund um den ?Krieg gegen den Terrorismus? inszeniert Terrorismus als die größte Bedrohung für die liberale Demokratie des 21. Jahrhunderts. Diese Inszenierung, so wird argumentiert, dient dazu, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Kriegsführung zu rechtfertigen. Letztendlich wird dabei jedoch auch islamophobes Gedankengut gefördert. Unterstützt von einem theoretischen Rahmenwerk, das Elemente der Sprach-, Kultur-, Medien- und Kommunikationswissenschaften vereint, untersucht diese Arbeit, wie Terrorismus in anglophonen Printmedien repräsentiert wird. Eine Abhandlung zur Geschichte und Entwicklung der Massenmedien zielt darauf ab zu illustrieren, warum Medien das Potential haben, Ideologie als gesunden Menschenverstand darzustellen, und damit zum Erhalt von Hegemonie beizutragen. Ein kritischer Blick auf die Kulturindustrie und ihre Implikationen für den Mediensektor erklärt, wie der tägliche Nachrichtenzyklus zustande kommt. Terrorismus, seine kommunikative Funktion und die Rolle ?des Terroristen? für den westlichen Diskurs werden von verschiedenen Perspektiven untersucht. Das Material für die korpusunterstützte kritische Diskursanalyse setzt sich aus 1.000 Artikeln zusammen, die von den Webseiten britischer und amerikanischer Tageszeitungen kopiert wurden. Eine quantitative und qualitative Analyse beschreibt die Form dieser Texte, interpretiert die Konstruktionen, die sie erschaffen, und evaluiert deren soziale Signifikanz. Auch wenn die Texte anscheinend nur dadurch miteinander verbunden sind, dass sie das Wort ?terrorism? beinhalten, sieht es so aus, als würde der Korpus eine klare Geschichte erzählen. Eine Geschichte, über die Angst und Abgeschlossenheit einer übermächtigen Zivilisation, die gegen einen unsichtbaren Feind kämpft.

Zusammenfassung (Englisch)

Terrorism is an indistinct expression. Nevertheless, when we look at the contemporary media representations of terrorism, we will encounter specific meanings attached to it. The discourse on the ?war on terror?, which this paper examines, reliably casts terrorism as the 21st century?s biggest threat and enemy to liberal democracy. This construction, so it argues, serves to legitimize warfare and to strengthen social cohesion among the public, and ultimately supports Islamophobic thoughts and practices. Based on a theoretical framework that combines elements from linguistics, communication science, cultural studies and media studies, this paper investigates how terrorism is represented in Anglophone print media. Treating the history, development and contemporary practice of mass media, it aims to illustrate why manipulative presuppositions in media texts can function to disguise ideology as common sense, and thus be employed to sustain cultural hegemony. A critical look into the culture industry and its implications for the contemporary media business explains how agenda-setting and large-scale meaning-making work today. Terrorism, its communicative dimension and ?the terrorist?s? role in Western-centric discourse, are observed from a number of different angles. The material for the corpus-based Critical Discourse Analysis is composed of 1,000 articles that were taken from the websites of Britain?s and the United States? most successful dailies. In a quantitative and qualitative analysis, the constructions created by these texts are described, interpreted and evaluated for their social significance. Although they are connected to each other only by the appearance of one single word ? ?terrorism? ? the texts of the corpus seem to tell quite a clear narrative. That is a narrative of fear and exclusion, a narrative of a superior civilization that has to combat an invisible enemy.