Bibliographic Metadata

Title
Chloridkonzentrationsentwicklung und -verteilung im Grundwasser des Murtales (Graz bis Bad Radkersburg) und deren anthropogene Beeinflussung / vorgelegt von Wolfgang Mascher
AuthorMascher, Wolfgang
CensorFank Johann
Published2012
Description99 S. : 2 Zsfassungen + 2 Kt. gef. in Schl. + 1 CD-ROM ; graph. Darst., Kt.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2012
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Murtal / Grundwasserverschmutzung / Chloride / Murtal / Grundwasserverschmutzung / Chloride / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43798 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Chloridkonzentrationsentwicklung und -verteilung im Grundwasser des Murtales (Graz bis Bad Radkersburg) und deren anthropogene Beeinflussung [6.31 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Untersucht wird in dieser Arbeit der Chloridgehalt im Grundwasser des Murtales von Graz bis Bad Radkersburg mit dem Ziel die zeitliche und räumliche Variabilität darzustellen, die anthropogenen Chlorideintragsquellen zu erkennen und mögliche Gefährdungsgebiete auszuweisen. Chloride sind chemische Verbindungen mit Chlor und gehören zur Gruppe der Anionen. In natürlichen Porengrundwässern, wie im Untersuchungsgebiet sind Chloridkonzentrationen von 10 bis 30 mg/l im Grundwasser üblich, welche aus dem geogen bedingten Eintrag aus Gesteinen resultieren. Höhere Konzentrationen sind auf anthropogene Eintragsquellen zurückzuführen.Chlorid ist in landwirtschaftlichen Düngemitteln enthalten. Je nach Bewirtschaftung wird unterschiedlich viel Chlorid aus dem Boden ins Grundwasser transportiert.Auf Österreichs Straßen werden pro Jahr 200.000 bis 300.000 Tonnen Streusalz aufgebracht. Im Streusalz ist Chlorid in Form von Natriumchlorid, Magnesiumchlorid und Kalziumchlorid vorhanden. Die Trinkwasserverordnung und das Österreichische Lebensmittelbuch definieren einen Richtwert für Chlorid von 200 mg/l. Bis zu diesem Grenzwert ist das Grundwasser hinsichtlich des Parameters Chlorid als Trinkwasser geeignet. Die Ergebnisse der Datenanalyse zeigen eindeutig, dass die Chloridkonzentrationen stark von anthropogenen Eintragsquellen beeinflusst werden. Der Winterdienst ist die Haupteintragsquelle und daneben führt auch die Landwirtschaft auf großen Flächen zu mäßig gesteigerten Chloridkonzentrationen im Grundwasser. Zu einer Senkung der Chloridwerte kommt es durch Verdünnung des Grundwassers mit Wasser aus Oberflächengewässern.Bislang ist das Grundwasser im gesamten Untersuchungsgebiet hinsichtlich der Chloridkonzentrationen als Trinkwasser geeignet. Die Entwicklungen der Chloridkonzentrationen in den Gebieten Graz-Liebenau, Unterpremstätten/Kalsdorf, Weitendorf bei Wildon, Jöß und Landscha sollten genauer beobachtet und ein Ausbau der Straßenentwässerungssysteme angedacht werden.

Abstract (English)

In this thesis the chloride concentration in the groundwater of the Mur river basin from Graz to Bad Radkersburg is analysed with the aim to illustrate the temporal and spatial variability, to detect the anthropogenic sources of chloride and to show possible areas of risk.Chlorides are chemical combinations with chlorine and belong to the group of anions. Naturally pore groundwater systems, like the investigation area, normally have chloride concentrations between 10 and 30 mg/l, which is the result of the geogenic entry out of soil. Higher concentrations show the influence of anthropogenic sources.Agricultural fertilizers contain chloride. According to the cultivation a variable amount of chloride is transported from the soil to the groundwater.On the streets in Austria every year 200.000 to 300.000 tons of road salts are used. Road salts contain chloride in the form of sodiumchloride, magnesiumchloride and calciumchloride. The ?Trinkwasserverordnung? and the ?Österreichisches Lebensmittelbuch? define a guideline value of 200 mg/l chloride. Below this value the groundwater is permitted as drinking water. The results of the data analysis indicate clearly, that the chloride concentrations in the groundwater of the Mur river basin from Graz to Bad Radkersburg are strongly influenced by anthropogenic sources. The road salts on the streets are the anthropogenic main source and the agriculture leads to moderate chloride entries into the groundwater on big areas. A reduction of the chloride values is done by dilution of the groundwater with surface water.Concerning to the chloride concentrations the groundwater in the whole investigation area can be used as drinking water so far. The development of the chloride concentrations in the areas of Graz-Liebenau, Unterpremstätten/Kalsdorf, Weitendorf bei Wildon, Jöß and Landscha should be monitored more precisely and the construction of drainage systems would be a recommended measure.