Titelaufnahme

Titel
Ursachen und Folgen von Leistungs- und Kapitalbilanzungleichgewichten innerhalb der EWU / Marina Haber
Verfasser/ VerfasserinHaber, Marina
Begutachter / BegutachterinKleinert Jörn
Erschienen2012
UmfangIV, 77 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Währungsunion / Leistungsbilanz / Kapitalverkehrsbilanz / Europäische Union / Währungsunion / Leistungsbilanz / Kapitalverkehrsbilanz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43751 Persistent Identifier (URN)
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Ursachen und Folgen von Leistungs- und Kapitalbilanzungleichgewichten innerhalb der EWU [0.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen von Leistungs- und Kapitalbilanzungleichgewichten innerhalb der Europäischen Währungsunion (EWU). Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Zusammenhang zwischen dem Aufbau von Leistungsbilanzungleichgewichten in den Jahren vor der Krise und dem Entstehen von Kapitalbilanzungleichgewichten, die infolge des Zusammenbruchs des europäischen Interbankenmarktes entstanden. Zudem sollen die Herausforderungen und Risiken, denen sich die EZB und die Regierungen der EWU-Mitglieder zur Bewältigung der Abwärtsspirale aus Banken- und Staatsschuldenkrise stellen, näher gebracht werden. Im Wesentlichen werden drei Aspekte behandelt. Erstens wird eine Untersuchung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Eurogebiets vorgenommen, bei der zwischen Ländern mit einem Leistungsbilanzdefizit und einem Leistungsbilanzüberschuss unterschieden wird. Dabei wird die Entwicklung in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien (GIIPS), die als größte Defizitländer gelten, mit jener des größten Überschusslandes, Deutschland, verglichen. Dieser Vergleich gibt Aufschluss über die Dynamik der zunehmenden realwirtschaftlichen und finanziellen Ungleichgewichte, die bis 2008 auftraten. Zweitens wird erörtert, warum es mit der Interbankenkrise und den ergriffenen Maßnahmen der EZB zu einer Abweichung des Kapitalbilanzsaldos vom Leistungsbilanzsaldo sowohl in den Defizit- als auch in den Überschussländern kam und welche Konsequenzen sich daraus für die Stabilität des Währungssystems ergeben könnten. Drittens wird die europaweite Agenda zur Wiederherstellung makroökonomischer Gleichgewichte sowohl in der Leistungs- als auch in der Kapitalbilanz vorgestellt und erläutert, warum strukturelle Anpassungen in den Volkswirtschaften mit zuvor großen makroökonomischen Ungleichgewichten für die Stabilität des Eurosystems ebenso wichtig sind wie Maßnahmen zur Erhöhung der fiskalpolitischen Integrität.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis presented here examines the causes and consequences of current and capital account imbalances within the European Monetary Union (EMU). Special attention is paid to the relationship between current account imbalances up to the financial crisis and the development of capital account imbalances after the collapse in the interbank market. Furthermore, the thesis regards challenges and risks that arise with action taking by the EZB and the government of EMU-members to break the vicious circle of the existing bank and government debt crisis.The thesis discusses three issues. The first part analyses national accounts of the EMU-members which are therefore separated into two country groups. It is thereby possible to examine the development in Greek, Ireland, Italy, Portugal and Spain (GIIPS), which represent those countries with the largest current account deficits, relative to that in Germany, which is the country with the largest current account surplus. This comparison gives information about the increasing economic and financial disequilibria until 2008. The second part concentrates on the impact of the collapse in the interbank market. The supporting measures taken by the EZB led to a variation in the balance of payment of each member state: Germany exhibits a current account surplus and a surplus in the balance of payment, the GIIPS possesses beside a current account deficit a deficit in the balance of payment. In this respect the master thesis outlines the consequences of the imbalances on the stability of the eurozone. The third part presents the agenda for restoring macroeconomic equilibria and emphasizes the importance of structural adaptations and an increasing integration of fiscal policy.