Titelaufnahme

Titel
Eklogite des Tauernfensters und ihre Nebengesteine: chemische Wechselwirkung während der Metamorphose und Vergleich der aufgezeichneten Metamorphosebedingungen / eingereicht von Donjá Aßbichler
Verfasser/ VerfasserinAßbichler, Donjá
Begutachter / BegutachterinProyer Alexander
Erschienen2012
Umfang229 S. : Zsfassung + 1 CD-ROM + 6 Ktn. gef. in Schl. ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Tauernfenster / Eklogit / Metamorphose <Geologie> / Tauernfenster / Eklogit / Metamorphose <Geologie> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43647 Persistent Identifier (URN)
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Eklogite des Tauernfensters und ihre Nebengesteine: chemische Wechselwirkung während der Metamorphose und Vergleich der aufgezeichneten Metamorphosebedingungen [29.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Gesteine der Eklogitzone im Tauernfenster wurden bisher vielfach untersucht. Die thermobarometrische Untersuchungen ergaben übereinstimmend 19-23 kbar und etwa 600C. Im ersten Teil der Arbeit wurde für drei Eklogite des Tauernfensters die Bedingungen für die Peakmetamorphose berechnet. Für zwei Eklogite wurde ein Druck von etwa 27 kbar bestimmt, der sehr gut mit dem einzigen veröffentlichten Höchstdruck von 25 kbar übereinstimmt (Hoschek, 2007). Für den dritten Eklogit wurde jedoch ein deutlich höherer Druck von 33 kbar berechnet, der klar im Stabilitätsfeld von Coesit liegt. Die berechneten Temperaturen zwischen 570-626C entsprechen den bisher publizierten T-Angaben. Allein für eine Eklogitprobe wurde mit 700C eine deutlich höhere Peaktemperatur bestimmt.Im zweiten Teil wurde an Hand zweier Profile untersucht, inwieweit eine chemische Wechselwirkungen zwischen Eklogit und dem angrenzenden Nebengestein Glimmerschiefer respektive Talkschiefer stattgefunden hat. Hierfür wurde neben der Änderung der Gesamtgesteinschemie, der Mineralbestand und dessen chemische Zusammensetzung entlang des Profils analysiert. In beiden Fällen wurde innerhalb der kontaktnahen Zonen der Gesteinslagen ein Wechsel im Modalbestand beobachtet. Entsprechend zeigt die Gesamtgesteinschemie Änderungen, die auf einen chemischen Austausch zwischen den Gesteinslagen hindeuten. Im Profil Eklogit ? Glimmerschiefer z.B. konnte eine Migration der Elemente Fe, Mg, Mn und Na vom Eklogit in den Glimmerschiefer beobachtet werden. Beleg hierfür ist u.a. die Bildung von Na-haltigen Amphibolen ausschließlich im kontaktnahen Bereich des Glimmerschiefers. Ein weiterer Beleg für metasomatische Prozesse ist der Stoffverlust z.B. für SiO2 in der kontaktnahen Zonen. Die beobachtete feine Quarzlage direkt am Kontakt spricht für einen Transport des SiO2 parallel zum Kontakt. Die metasomatischen Vorgänge widerspiegeln sich ebenso im systematischen Wechsel der Mischkristallzusammensetzungen entlang des Profils.

Zusammenfassung (Englisch)

The eclogite zone of the Tauern Window has been subject of many investigations. Published thermobarometric calculations yield coinciding 19-23kbar and about 600C. In the first part of this study three different eclogites of the Tauern Window were investigated. Two eclogites document pressures about 27kbars for the peak metamorphosis. This value fits good with the single maximum pressure of 25 kbar, published by Hoschek (2007). The calculations for the third eclogite yield a much higher pressure condition of about 33kbars, which means that this eclogite has reached the stability field of coesite. The calculated T-conditions of 570 ? 626C are well in agreement with the T-conditions published up to now. Just for one eclogite higher conditions of about 700C are preserved.The aim of the second part of this study is to investigate chemical interactions between eclogite and the adjacent host rocks micaschist, respectively talcschist. For this purpose the change of the whole rock geochemistry as well as the present minerals and their mineral chemistry along the profile was investigated. In both cases, the mineral paragenesis and the amount of these minerals changes with increasing proximity to the contact. Respectively, a change in whole rock geochemistry was observed, indicating a chemical interaction between the two adjacent rocks. In the first case, a distinct migration of Fe, Mg, Mn and Na from the eclogite into the micaschist was observed. Evidence for this is the formation of Na-bearing amphiboles in the micaschist exclusively close to the contact. The loss of substance, e.g. SiO2, is also an evidence for a metasomatic process. This is supported by the observation of a quartz layer directly at the contact of eclogite and micaschist indicating a mobilisation along the contact. The metasomatic processes are also reflected by the systematic change in mineral chemistry.