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Title
Das Feld der Psychotherapie in Österreich : eine soziologische Analyse / Hannah Danzinger
AuthorDanzinger, Hannah
CensorMoebius Stephan
Published2012
Description87 Bl. : 2 Zsfassungen
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2012
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Österreich / Psychotherapie / Österreich / Psychotherapie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43635 Persistent Identifier (URN)
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Das Feld der Psychotherapie in Österreich [0.88 mb]
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Abstract (German)

Abstract Deutsch Die vorliegende qualitative soziologische Masterarbeit befasst sich mit dem Feld der Psychotherapie in Österreich. Die Psychotherapie hat in Österreich eine lange Tradition und verfügt über einige Besonderheiten, die einzigartig im europäischen vergleich sind. Nennenswert sind in diesem Zusammenhang vor allem die große Zahl an anerkannten psychotherapeutischen Schulen und der liberale Berufszugang für fast alle Berufsgruppen. Diese Besonderheiten rechtfertigen eine soziologische Analyse.Die Arbeit basiert auf der Analyse leitfadenunterstützter Interviews mit österreichischen PsychotherapeutInnen. Darauf aufbauend wurden empirisch begründete Typen gebildet. Sie analysiert diese heterogene Berufsgruppe hinsichtlich der unterschiedlichen Positionen im Feld, der Abgrenzung der einzelnen Typen zueinander und der herrschenden Kämpfe um einflussreiche Positionen im Feld.Den theoretischen Rahmen dieser Arbeit bilden dabei die Arbeiten Pierre Bourdieus, dessen Konzepte von Habitus, Kapital und Feld für die Typenbildung herangezogen wurden. Es konnten folgende Typen im Feld ausgemacht werden: Traditionalisten, Moderne, Humanisten und Ärzte. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihres Status und der Verteilungsstruktur der Kapitalien innerhalb des Feldes. Eine Sonderrolle nimmt dabei der Typus der Ärzte ein, da er seine machtvolle Position von außerhalb des Feldes in das Feld der Psychotherapie hinein ausübt und von der Machtfülle, die mit dem Beruf des Arztes oder der Ärztin einhergeht, innerhalb des Feldes profitiert.Die empirische Untersuchung ist eingebettet in den Kontext der historischen Entwicklung der Psychotherapie im Allgemeinen und den Besonderheiten der Ausübung des psychotherapeutischen Berufs in Österreich im Speziellen. Dieser geschichtliche Kontext fließt zusammen mit einem Exkurs, der das Feld der Psychotherapie aus einer professionssoziologischen Perspektive betrachtet, in die Typenbildung mit ein.

Abstract (English)

Abstract EnglishThis qualitative sociological masterthesis studies the field of psychotherapy in Austria. Psychotherapy in Austria has a long tradition and contains of certain characteristics, that cannot be found in other european countries. Noteworthy in this context are the large number of approved methods and the possibility to start an psychotherapeutical training for almost every profession.Those characteristics legitimate a closer sociological examination and analysis.This thesis underlies the analysis of guided interviews which were performed with Austrian psychotherapists. On the basis of that analysis a model of empirically founded types was developed.This paper describes the hetereogenuous group of professions regarding the different positions in field, the contours and the fights for power between the different types.It is theoretically framed by the works of Pierre Bourdieu. His concepts of habitus, capital and field were taken in consideration for the development of types.The following types constitute in the field: A traditional, a modern, a humanist type and the type of physicians. They differ in their possession of status and capitals in the psychotherapeutical field.The empirical research is embedded in the larger context of history of psychotherapy in general and the characteristic of psychotherapy in Austria in special. This historical perspective is incorporated in the development of types together with a digression concerning sociology of professions.