Titelaufnahme

Titel
"Die Wortemacher des Krieges" : Zur Rolle österreichischer Schriftsteller im Kriegspressequartier des Armeeoberkommandos 1914-1918 / vorgelegt von Hannes Gruber
Verfasser/ VerfasserinGruber, Hannes
Begutachter / BegutachterinMüller-Kampel Beatrix
Erschienen2012
Umfang117 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Schriftsteller / Weltkrieg <1914-1918> / Presse / Österreich / Schriftsteller / Weltkrieg <1914-1918> / Presse / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43579 Persistent Identifier (URN)
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"Die Wortemacher des Krieges" [11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Kriegspressequartier war die zentrale Einrichtung der militärischen Propaganda Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkrieges. Ursprünglich auf zivile Kriegsberichterstatter beschränkt, entwickelte sich die Organisation bis Kriegsende zu einem gewaltigen Apparat, mit eigener Kunst-, Film- und Theatergruppe, sowie Abteilungen für In- und Auslandspropaganda. Einen besonderen Stellenwert innerhalb des KPQs nahmen von Beginn an die verpflichteten, teils höchst prominenten, Schriftsteller ein. Rekrutiert wurden nicht nur patriotische Dichter, sondern auch kritische, pazifistische bis revolutionäre Autoren.Schriftsteller eigneten sich nicht allein ihrer sprachlichen Fertigkeiten wegen zur propagandistischen Arbeit, in hohem Maße nutzte dem KPQ auch der in der Bevölkerung verankerte Glaube an deren moralische Integrität. Literaten wurden sowohl auf unteren Ebenen, etwa in der Zensur, als auch in Führungsfunktionen, sowie für diplomatische Missionen eingesetzt. Die Ziele der literarischen Propaganda erstreckten sich über den gesamten Bereich der Kriegspropaganda. Die vorliegende Arbeit bietet eine überblicksartige Darstellung zur der Rolle österreichischer Schriftsteller im KPQ. Aufgrund ähnlicher Tätigkeitsmuster, sowie zur ergänzenden Darstellung im Dienste der Armee wirkender Schriftsteller zwischen 1914 und 1918, wird die Arbeit um ein Kapitel über die ?Literarische Gruppe? des Kriegsarchivs vervollständigt. In dieser unabhängig vom KPQ operierenden Abteilung versammelte die Heeresführung Autoren wie Stefan Zweig, Franz Theodor Csokor und Alfred Polgar zur Propagierung der Leistungsfähigkeit Österreich-Ungarns, sowie zur Archivierung militärischer Ruhmestaten für kommende Generationen. Ein eigenes Unterkapitel widmet sich der im Auftrag des Kriegsarchivs herausgegebenen Monatsschrift Donauland, für die, neben den dienstpflichtigen Literaten, auch zahlreiche zivile Schriftsteller Beiträge zur Verfügung.

Zusammenfassung (Englisch)

The Kriegspressequartier (= war press quarters) was the main institution coordinating military propaganda of the Austro-Hungarian monarchy during World War I. Originally confined to civilian war correspondents, over the course of the war the organisation expanded into an enormous apparatus that included specialized departments for art, movie and theatre, as well as departments for domestic and international propaganda. From the very beginning, enlisted writers, some of whom were extremely well-known, were of crucial importance for the KPQ. Along with patriotic poets, there was also a significant number of critical authors, from pacifists to revolutionists, amongst those recruited. Writers were suitable for propaganda activities not only due to their literary skills, but also because they typically enjoyed a reputation of high morals and integrity amongst large parts of the population, a circumstance that proved highly beneficial to the KPQ. They held both lower-level positions, e.g. as censors, as well as managerial functions and were also sent on diplomatic missions. The aim of the present diploma thesis is to overview the role of Austrian writers in the KPQ. Due to the similar work pattern of its employees, and in order to provide a complete portrayal of writers on military duty between 1914 and 1918, the thesis is supplemented by a chapter on the ?Literarische Gruppe? (= literary group), which was integrated in the Kriegsarchiv (= war archive). In this department, which operated independently from the KPQ, the military command brought together authors like Stefan Zweig, Franz Theodor Csokor and Alfred Polgar to propagate the capability of the Austro-Hungarian monarchy and document its military deeds of glory for future generations. One subchapter deals with the monthly publication Donauland, a propaganda journal issued by order of the Kriegsarchiv that contained articles written not only by authors on official duty, but also by numerous civilian contributors.