Titelaufnahme

Titel
"Irgendwie anders" - Kinder mit sensorischen Integrationsstörungen in der Therapie und Möglichkeiten der Förderung durch MIKADO-Tagesmütter / vorgelegt von Veronika Strieder
Verfasser/ VerfasserinStrieder, Veronika
Begutachter / BegutachterinGasteiger-Klicpera Barbara
Erschienen2012
Umfang129, XXVII S. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sensorisch-integrative Therapie / Sensorisch-integrative Therapie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43434 Persistent Identifier (URN)
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"Irgendwie anders" - Kinder mit sensorischen Integrationsstörungen in der Therapie und Möglichkeiten der Förderung durch MIKADO-Tagesmütter [1.55 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Sensorische Integrationsstörungen (SI-Störungen) beschreiben Schwierigkeiten in der zentralnervösen Verarbeitung von Sinnesreizen und lassen sich in Sensorische Modulationsstörungen und Störungen der Praxie einteilen. Das Konzept basiert auf der Theorie der Sensorischen Integration nach Jean Ayres. SI-Störungen stellen daher keine klassifizierte Diagnose dar. Ihre Ursachen sind nicht bekannt und die Effektivität der Sensorischen Integrationstherapie (SI-Therapie) konnte noch nicht bestätigt werden. Die vorliegende Arbeit widmet sich diesem Thema aus einer kritischen Perspektive und will eine Einführung in die Komplexität dieser Theorie geben. Auch die Möglichkeiten der Förderung von Kindern mit SI-Störungen außerhalb der Therapie sind nahezu unerforscht. Die empirische Studie richtet sich auf einen Vergleich zwischen der SI-Therapie und der Förderung der Sinneswahrnehmung durch MIKADO-Tagesmütter. Ein weiterer Fokus liegt auf den Möglichkeiten von MIKADO-Tagesmüttern Teile der SI-Therapie in die Förderung der Sinneswahrnehmung zu integrieren. Die Forschungsstudie basiert auf problemzentrierten Interviews mit fünf Sensorischen Integrationstherapeutinnen (SI-TherapeutInnen) und fünf MIKADO-Tagesmüttern. Die Ergebnisse weisen durchaus Gemeinsamkeiten der zwei Interventionen auf, vor allem bezüglich der Interaktionen, Aktivitäten und Spiele sowie Hilfsmittel und Materialien, in Summe überwiegen jedoch die Unterschiede. Das große Potenzial liegt in einer Ergänzung zwischen SI-TherapeutInnen und MIKADO-Tagesmüttern, unter Einbeziehung der betroffenen Kinder und deren Eltern. SI-TherapeutInnen verfügen über das nötige Fachwissen und können die MIKADO-Tagesmütter beraten. MIKADO-Tagesmütter wiederum könnten aufgrund der Alltagsnähe, dem immer präsenten Wahrnehmungsangebot und dem enormen zeitlichen Potenzial einen gelingenden Transfer von Therapieelementen in den Alltag ermöglichen und somit zu einer Erfolg versprechenden Arbeit mit Kindern mit SI-Störungen beitragen.

Zusammenfassung (Englisch)

Sensory integrative dysfunctions describe difficulties in the central nervous processing of sensory stimuli and can be divided in sensory modulation dysfunctions and sensory-based motor disorders. The concept is based on Jean Ayres? theory of sensory integration. Sensory integrative dysfunctions do not therefore constitute a classified diagnosis. Their causes are still unknown and the effectiveness of sensory integrative therapy has yet to be proved. The present thesis addresses this topic from a critical perspective and intends to give an overview of this theory?s complexity. Furthermore, the possibilities of supporting children suffering from sensory integrative dysfunctions outside therapy have hardly been explored. The empirical study aims at comparing sensory integrative therapy and the support of sensory perception provided by MIKADO nursery nurses. Moreover, it focuses on the MIKADO nursery nurses? possibilities of integrating parts of the sensory integrative therapy with the support of sensory perception. The study is based on problem-centered interviews with five sensory integrative therapists and five MIKADO nursery nurses. The results definitely show similarities between the two interventions, especially regarding interactions, activities and games as well as tools and materials. However, all in all, the differences prevail. The great potential lies in complementing the work of sensory integrative therapists and MIKADO nursery nurses by including the children in question and their parents. Sensory integrative therapists possess the necessary expertise and can provide advise to MIKADO nursery nurses. MIKADO nursery nurses, in turn, can facilitate the successful transfer of therapeutic elements to everyday life and therefore contribute to a promising work with children suffering from sensory integrative dysfunctions thanks to their everyday life experiences, the omnipresent equipment and the enormous time spent with the children.