Titelaufnahme

Titel
Die Auswirkungen der Pflege und Betreuung Demenzkranker auf pflegende Angehörige im Bezirk Bludenz / Dietmar Durig
Verfasser/ VerfasserinDurig, Dietmar
Begutachter / BegutachterinGeser-Engleitner, Erika
Erschienen2012
UmfangVI, 109 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Demenz / Pflege / Angehöriger / Demenz / Pflege / Angehöriger / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43390 Persistent Identifier (URN)
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Die Auswirkungen der Pflege und Betreuung Demenzkranker auf pflegende Angehörige im Bezirk Bludenz [3.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der gesellschaftliche Wandel innerhalb Österreichs führt zu kleiner werdenden Familienstrukturen und zu einer steigenden Berufstätigkeit der Frauen. Diese Veränderungen sind eingebunden in eine alternde Gesellschaft, in der die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen und somit die Anzahl der Pflege- und Betreuungsbedürftigen ständig zunimmt. Im Kontext der familiären Pflege stehen Pflegende im Spannungsfeld zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und den Anforderungen, die durch die Pflege entstehen. Ziel der vorliegenden deskriptiven Querschnittstudie ist es, die Belastungen, denen pflegende Angehörige von Demenzkranken im Bezirk Bludenz ausgesetzt sind, darzustellen. Im Zuge der Fragebogenerhebung wurden 62 pflegende Angehörige zum Ausmaß der Pflegeleistungen, der daraus resultierenden Belastungen und zur Inanspruchnahme von Unterstützungs- und Entlastungsinterventionen befragt.Die Messung mittels der Häuslichen-Pflege-Skala zeigt, dass in etwa die Hälfte der pflegenden Angehörigen mittelschwer bis sehr stark belastet ist. Als Unterstützung und Entlastung im Rahmen der häuslichen Pflege werden vorrangig informelle Hilfeleistungen und die Unterstützung durch mobile Dienste in Anspruch genommen. Tagesbetreuung wird von einem Fünftel und Kurzzeitpflege von einem Drittel der pflegenden Angehörigen als Entlastungsmaßnahme genutzt. Der Grund für die geringe Nutzung beider Interventionen ist die Ablehnung der Angebote durch die pflegebedürftige Person. Für die Zukunft scheint es erstrebenswert, Entlastungsinterventionen wie beispielweise Tagesbetreuung und Kurzzeitpflege so zu gestalten, dass sie an Attraktivität gewinnen und dadurch von den Pflegebedürftigen besser angenommen werden. Nur so können diese Angebote zur Entlastung der pflegenden Angehörigen beitragen und die Stabilität innerhalb der häuslichen Pflege nachhaltig sichern.

Zusammenfassung (Englisch)

Social changes in Austria have led to smaller family structures and an increasing occupation of woman. These changes, however, go along with an ageing society that is characterized by a growing number of people suffering from different forms of dementia, which means these people are in constant need of caring and nursing. Considering the question of family care, it is the caregivers who find themselves in a tension between their own needs on the one hand and the demands placed on them by those theynurse and care for on the other hand. The aim of this descriptive cross-sectional study there-fore is to show the intensity of pressure relatives who care for family members suffering from dementia are being exposed to in the district of Bludenz. For this purpose a survey was carried out in the form of a questionnaire in which 62 care-providing relatives were being asked about the extent of their caring services, the resulting strain and how far they are prepared to look for support or relief. Measurements through the Burden Scale of Family Caregivers have found that about half the number of care-providing relatives is under constant strain reaching from moderate up to very strong. As a kind of support and relief informal assistance and mobile services are preferably taken. Other measures are Day care which is taken by a fifth of caregivers and Short-term care used by a third of care-providing relatives. The reason why these services are not used very often is the rejection on the part of the person needing care. It seems to be desirable for the future to create relief interventions that are attractive to those needing care, such as Day care and short-term care. Only in this way can the strain on the side of the caregiver be reduced and the stability of home care guaranteed.