Titelaufnahme

Titel
Emotionaler Stress beim Kommunaldolmetschen : sobald ich rausgehe, ist finito? / vorgelegt von Julia Pöllabauer
Weitere Titel
Emotionaler stress in community interpreting. As soon as I leave, its finito?
Verfasser/ VerfasserinPöllabauer, Julia
Begutachter / BegutachterinGrbic Nadja
Erschienen2012
Umfang96 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kommunaldolmetschen / Stress / Kommunaldolmetschen / Stress / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43260 Persistent Identifier (URN)
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Emotionaler Stress beim Kommunaldolmetschen [0.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit emotionalem Stress beim Dolmetschen in der Psychotherapie. Der Fokus liegt auf den spezifischen Stressoren, mit denen die DolmetscherInnen konfrontiert sind, ihren Stressreaktionen und Coping-Strategien. Dabei soll folgende Hypothese im Rahmen einer empirischen Studie überprüft werden: DolmetscherInnen, die eine formale Ausbildung absolviert haben, gehen besser mit emotionalem Stress um, als jene ohne formale Ausbildung. In einem ersten Schritt wird der translationswissenschafliche Kontext aufbereitet. Dabei wird zunächst auf das Dolmetschen in der Psychotherapie, die Besonderheiten und die Rollenverteilung in diesem Setting eingegangen. Anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit dem Thema Stress und Coping. In einem weiteren Abschnitt steht die Thematik Dolmetschen und Stress im Mittelpunkt, wo auf einen Überblick über die dolmetschwissenschaftliche Literatur zu Dolmetschstrategien eine Einführung in das Thema Stress beim Kommunaldolmetschen folgt. Im Rahmen der empirischen Untersuchung wurden Leitfadeninterviews mit fünf DolmetscherInnen durchgeführt, wovon drei eine formale Ausbildung absolviert haben und zwei nicht. Die aus den Interviews gewonnenen Daten wurden qualitativ ausgewertet und zeigten eine Vielzahl an Stressoren, die in diesem Setting Stress auslösen, sowie die Coping-Strategien, die zur Anwendung kommen. Den Präventivstrategien wird von den DolmetscherInnen wenig Relevanz beigemessen, während die Schutz- und Palliativstrategien als sehr wertvoll erachtet werden. Die soziale Unterstützung scheint am meisten zur Linderung von Stress beizutragen. Im Rahmen der Analyse konnte kein Unterschied zwischen DolmetscherInnen mit oder ohne formale Ausbildung festgestellt werden. Es zeigte sich jedoch, dass mit zunehmender Erfahrung auch der Umgang mit Stress verbessert werden kann. Auch die institutionelle Einbindung in eine Organisation, die Unterstützungsmaßnahmen anbietet, ist von nicht unerheblicher Relevanz.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with emotional stress in interpreters, who have professional experience in psychotherapeutic settings. The research focus lies on the specific stressors interpreters have to deal with, the interpreters? reactions to stress and their strategies for coping. The present study is based on the hypothesis that interpreters, who have undergone formal training, have better means of coping with stress than their colleagues, who have not undergone any formal education. The first three chapters outline the theoretical context within translation studies. After an introduction to interpreting in psychotherapeutic settings, its particularities and the role distribution within this particular setting, chapter two focuses on the topic area stress and coping. Consequently, an overview of literature on interpreting strategies and an introduction to stress in community interpreting is given. The empirical investigation is based on semi-structured interviews with five interpreters, three of which have undergone formal training and two have not. Data drawn from the interviews were analysed qualitatively and show a variety of stressors that influence interpreters in this setting, as well as numerous coping strategies applied by the interpreters. Preventive strategies seem to be of little relevance to the interpreters, while strategies applied during and after the interpreting assignment are regarded most helpful. Social support appears to be the most valuable coping strategy in reducing the stress level. In the course of this investigation no difference between interpreters with and without formal education could be determined. However, it became clear that professional experience has a positive effect on how interpreters deal with stress. Being part of an organisation or institution that provides support seems to be highly relevant as well.

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