Titelaufnahme

Titel
Das Gewaltschutzgesetz als Maßnahme zum Schutz vor häuslicher Gewalt : eine empirische Analyse zur Situation in Graz / vorgelegt von Gabriella Peyker ; Johanna Winkler
BeteiligtePeyker, Gabriella ; Winkler, Johanna
Begutachter / BegutachterinWrentschur Michael
Erschienen2012
Umfang237 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich <Gewaltschutzgesetz> / Häusliche Gewalt
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-43256 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Das Gewaltschutzgesetz als Maßnahme zum Schutz vor häuslicher Gewalt [1.83 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das zentrale Anliegen unserer Forschungsarbeit ist es, das Gewaltschutzgesetz und dessen Maßnahmen wie Betretungsverbot, Wegweisung und Einstweilige Verfügung, anhand der Arbeit der Polizei, des Gerichtes, des Gewaltschutzzentrums, des Frauenhauses und des Jugendamtes in Graz zu analysieren. Im theoretischen Teil gehen wir auf die häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder und deren Entwicklung vom privaten zum gesellschaftlichen Problem ein. Wir beleuchten die unterschiedlichen Formen familiärer Gewalt, nennen aktuelle Projekte und Studien zum Thema der häuslichen Gewalt in Österreich und widmen uns dem österreichischen Gewaltschutzgesetz, dessen Entwicklung und zentralen Schutzverfügungen. Des Weiteren beschreiben wir die Kooperation der intervenierenden Instanzen untereinander und stellen die von uns befragten Einrichtungen und deren Arbeitsschwerpunkte vor. Im empirischen Teil unserer Arbeit beantworten wir unsere Forschungsfragen, welche sich auf die Wahrnehmung des Gewaltschutzgesetzes und dessen Maßnahmen, die Zusammenarbeit der fünf von uns gewählten Einrichtungen, die Einschätzung der jeweils eigenen Arbeit sowie die der anderen Instanzen und den sich daraus resultierenden Reformbedarf, beziehen. Mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel haben wir die zehn geführten Expert*inneninterviews mit Vertreter*innen der fünf von uns gewählten Instanzen in Graz interpretiert. Das Gewaltschutzgesetz wird als gutes und effektives Mittel zum Schutz vor häuslicher Gewalt gesehen, jedoch ergeben sich abhängig vom jeweiligen Schwerpunkt und den Zielsetzungen der einzelnen Institutionen unterschiedliche Schwierigkeiten, sowohl bei der Umsetzung der Maßnahmen, als auch in der Kooperation untereinander. Dort, wo die Zusammenarbeit von dem*der Gesetzgeber*in gesetzlich festgelegt ist, funktioniert die Kooperation und der Austausch besser als dort, wo es keine bzw. kaum normierte Abläufe im Gewaltschutzgesetz gibt.

Zusammenfassung (Englisch)

The central objective of our research study is to analyse the Protection Against Violence Act and its measures such as ban or expulsion from the home and preliminary injunction, in connection with the work of the police, the courts, the abuse protection center, the women?s shelter and the youth department in Graz. In the theoretical section we discuss domestic abuse against women and children and its development from a private to a social problem. We illuminate the various forms of domestic abuse, examine current projects and studies regarding the subject of domestic abuse in Austria and concentrate on the Austrian Protection Against Violence Act, its development and central protective measures. Furthermore we describe how the intervening parties cooperate with one another and portray the specific work of the various institutions chosen by us for the study. In the empirical section of our work we attempt to answer research questions regarding public perception of the Protection Against Violence Act and its measures, cooperation between the five institutions chosen by us, how these institutions judge their own work and that of the others, and what reforms and improvements still need to be made. From the five chosen institutions in Graz we have interviewed ten experts and interpreted their comments by means of the qualitative content analysis according to Gläser und Laudel. The Protection Against Violence Act is considered a good and effective measure for achieving protection against domestic abuse, nonetheless various difficulties with regard to carrying out measures and/or cooperation between institutions exist depending on the emphasis and specific goals of the individual institutions. Cooperation and exchange function better when they are regulated by law rather than when there are no or only few normed procedures.