Titelaufnahme

Titel
Grundfragen der Haftung für die Verletzung von Informationspflichten am Kapitalmarkt / eingereicht von Herbert W. Müller
Verfasser/ VerfasserinMüller, Herbert W.
Begutachter / BegutachterinJud Waldemar ; Nitsche Gunter
Erschienen2012
Umfang221 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Unternehmen / Informationspflicht / Kapitalmarkt / Haftung / Österreich / Unternehmen / Informationspflicht / Kapitalmarkt / Haftung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42997 Persistent Identifier (URN)
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Grundfragen der Haftung für die Verletzung von Informationspflichten am Kapitalmarkt [1.58 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Verletzt ein Unternehmen seine Informationspflichten am Kapitalmarkt, wie etwa durch unrichtige Angaben im Prospekt oder Unterlassung einer gebotenen Ad-hoc-Mitteilung, so kann Anlegern daraus ein Schaden entstehen. Dieser kann insbesondere darin bestehen, dass der Anleger Wertpapiere erwirbt oder veräußert, die er bei korrekter Informationslage nicht oder zu einem niedrigeren bzw höheren Preis erworben oder veräußert hätte.Probleme gibt es vor allem bei der Frage nach dem Schaden, insbesondere dessen Art und Umfang, seine Berechnung, die Schadenskausalität und deren Nachweis, sowie mit dem Rechtswidrigkeitszusammenhang bei der Verteilung des Marktrisikos.Im Besonderen wurde auf die Frage nach dem Schaden und den Inhalt des Schadenersatzanspruchs sowie dessen Berechnung eingegangen. Auch welche Anforderungen an die Kausalität gestellt werden und welchen Schutzzweck die betreffenden kapitalmarktrechtlichen Normen verfolgen, wurde untersucht.Ebenso wird erörtert, wie sich eine anschließende Schadenersatzleistung der Gesellschaft an die geschädigten Aktionäre mit dem Kapitalerhaltungsgrundsatz nach § 52 AktG und dem Erwerb eigener Aktien nach § 65 AktG vereinbaren lässt und ob die Einführung einer Außenhaftung der Gesellschaftsorgane eine Alternative zur Haftung des Emittenten darstellt.Zu guter Letzt wurde untersucht, ob es sinnvoll erscheint, eine allgemeine Haftungsnorm für die Kapitalmarktinformationshaftung, wie sie bereits in einem - jedoch wieder zurückgezogenen - Entwurf zu einem § 82a BörseG vorgeschlagen wurde, einzuführen. Ebenso, ob sich eine Rezeption der deutschen Regelung für die Ad-hoc-Publizität (§§ 37b, 37c WpHG) anbietet, und ob die Haftung der Aktiengesellschaft im Hinblick auf den Gläubigerschutz beschränkt werden sollte.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of my thesis are the basic questions on liability for materially misleading statements that affected the securities market, especially the damage, in particular the type and scope, its calculation, the loss causation and their detection, as well as to the illegality associated with the distribution of market risk.After a short representation of the most important disclosure requirements on the capital market, it is in particular examined wherein the damage of the investor lies that buys or sells securities based on materially misleading statements.Also how we do reconcile a subsequent compensation by the Company to the aggrieved shareholders with capital preservation principle according to § 52 Stock Corporation Act and the acquisition of own shares according to § 65 Stock Corporation Act and whether the introduction of an external liability of the board of directors is an alternative to the liability of the issuer.Finally, it was investigated whether it makes sense to a general rule on liability for materially misleading statements that affected the securities market, as they are already in one - was proposed to introduce a draft § 82a Stock Exchange Act, - but again withdrawn. Similarly, if a reception of the German rules for ad hoc disclosure requirements (§§ 37b, 37c Securities Trading Act) offered, and whether the liability should be limited to the corporation with respect to the protection of creditors.