Titelaufnahme

Titel
Analyse der Gesteinsfeuchte an natürlichen Felswänden mit dem Simulationsprogramm WUFI / vorgelegt von Harald Schnepfleitner
Verfasser/ VerfasserinSchnepfleitner, Harald
Begutachter / BegutachterinSass Oliver
Erschienen2012
Umfang175 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gestein / Feuchtigkeitsmessung / Gestein / Feuchtigkeitsmessung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42943 Persistent Identifier (URN)
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Analyse der Gesteinsfeuchte an natürlichen Felswänden mit dem Simulationsprogramm WUFI [12.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit ist eine Simulierung der Gesteinsfeuchte von zwei Untersuchungsgebieten mit dem Programm WUFI. Diese mussten räumlich, klimatisch und geologisch eingeordnet werden. Schon bei der Geologie zeigt sich, dass diese sehr große Unterschiede bezüglich der Eingangsparameter für die Modellierung der Gesteinsfeuchte vorweisen. Verstärkt wird diese Erkenntnis bei der Darstellung der ?wichtigsten? klimatischen Eingangsparameter, die schon aufgrund ihrer Seehöhe in sehr unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sind. Ein weiterer Punkt dieser Arbeit liegt in der Beschreibung der Methodik, bei der zum einen der Aufbau und Einflussgrößen von WUFI, und zum anderen die Ergebnisse der Laborarbeit dargestellt werden. Da WUFI eine sehr große Zahl an Einstellungsmöglichkeiten bietet, wurden für jedes Gestein Simulationen in nord-, süd-, ost- und westexponierter Ausrichtung, bei einer Neigung von 70 und 90, umgesetzt. Wobei nahezu bei allen Simulationsvarianten der Norden immer feuchter als der Süden, und Felswände mit größerer Neigung immer trockener als die mit geringerer Neigung sind. Um eine Einschätzung der jeweiligen vorherrschenden Gesteinsverwitterung und daraus entstehenden Steinschlag zu treffen, wurden diese Ergebnisse durch die Bestimmung verschiedener verwitterungsrelevanter Temperaturparameter wie Frosttiefe, Frostdauer, Frostwechsel etc. in verschiedenen Felstiefen ergänzt. Ebenso wurde der Einfluss des Klimawandels auf die Gesteinsfeuchte untersucht. Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass eine Zunahme der Gesteinsfeuchte am Sonnblick und weder Zu- noch Abnahme der mittleren Gesteinsfeuchte im Johnsbachtal, zu erwarten ist. Aus der Kombination von Temperatur und Feuchtwerten, wurde auf Basis zweier Frostverwitterungstheorien, auf die Steinschlagwahrscheinlichkeit geschlossen. Wobei auch hier in beiden Gebieten Expositionen mit höherer Gesteinsfeuchte auch die höhere Steinschlagwahrscheinlichkeit aufweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this paper is to develop the simulation of rock moisture with WUFI in two investigation areas. From a geological perspective alone, both areas showed considerable differences in relation to the parameters for rock moisture modeling; while Johnsbachtal is composed mainly of limestone and dolomite Sonnblick is composed of gneiss. The differences between the two were seen when the most important climate parameters were examined: the rainfall, temp. and wind for both areas were in stark contrast mainly due to their heights above sea level. The paper further aims to describe the methodology in which the WUFI structure. Once these parameters were defined, simulations were carried out and charts which illustrate the annual cycle of moisture content. As WUFI offers a particularly wide range of settings options, simulations were carried out for each rock type with a north, south, east and west aspect, with an incline of 70 and 90. However, the north was damper than the south in almost all simulations and rock walls with a greater incline were always drier than those with a lesser incline. In order to assess the prevailing rock weathering and the resulting rock fall in each area, these results were supplemented with the classification of different weathering-relevant temperature parameters such as depth of frost penetration, length of frost, change in frost, etc. at different rock depths. The results were additionally discussed from different perspectives; besides differences caused by aspect, rock, incline and weather, the influence of climate change on rock moisture was analysed. The results predict that rock moisture levels on Sonnblick will increase, while mean rock moisture on Johnsbachtal will remain the same. Based on two frost-weathering theories, the combination of temperature and moisture levels implies that frost-weathering rock fall may occur but, again, aspects in both areas with higher levels of rock moisture are more likely to experience rock fall.