Titelaufnahme

Titel
Bacterial disturbance of the Lichen Microbiome / Robert Thomas Niederdorfer
Verfasser/ VerfasserinNiederdorfer, Robert Thomas
Begutachter / BegutachterinBerg Gabriele
Erschienen2012
Umfang67 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Stenotrophomonas maltophilia / Symbiose / Schildflechte / Stenotrophomonas maltophilia / Symbiose / Schildflechte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42550 Persistent Identifier (URN)
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Bacterial disturbance of the Lichen Microbiome [27.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Fähigkeit von pathogenen Bakterien zum Befall von Flechten ist ein kaum untersuchtes Phänomen. Diese Studie behandelt dieses Thema erstmals und analysiert ob ein etablierter bakterieller Biofilm auf Flechten durch das Aufsprühen von einem exogenen Bakterienstamm beeinträchtigt wird.Einzelstrang-Konformations-Polymorphismus (SSCP)-Fingerprinting von partiellen 16S rRNA Gen-Sequenzen wurde für eine Diversitätsanalyse eingesetzt. Für die weitere Untersuchung und Identifizierung von Bakterienstämmen wurden verschiedene Proben sequenziert. Fluoreszenz in-situ Hybridisierungs (FISH) Experimente und Beobachtungen mit einem konfokalen Laser Scanning Mikroskopie (CLSM) wurden verwendet, um die Kolonisierung der aufgesprühten Bakterien zu visualisieren. Für detaillierte Experimente wurde die Laubflechte Peltigera membranacea ausgewählt. Die Proben wurden in der Nähe von Graz (Österreich) gesammelt und in einen Glaskasten gesetzt um das natürlichen Habitat zu simulieren. Das Bakterium wurde in verschiedenen Konzentrationen auf die Flechtenthalli gesprüht. Zu Vergleichszwecken wurden Flechtenproben in Petrischalen bei Laborbedingungen mit dem Bakterium besprüht. Weder mit FISH noch mit SSCP war es möglich S.maltophilia auf den Flechten aus dem Glaskasten zu detektieren jedoch konnte mit beiden Techniken eine positive Detektion des Bakteriums auf den Petrischalenproben erzielt werden. Die bakterielle Gemeinschaft auf Flechten erscheint sehr stabil unter den natürlichen wechselfeuchten Bedingungen und verhindert die Etablierung von nicht spezifischen Bakterienstämmen. Durch Störung der natürlichen Bedingungen kann es jedoch zu einer möglichen Besiedlung durch S. maltophilia und anderen Bakterien kommen.

Zusammenfassung (Englisch)

The ability of pathogenic bacteria to infect lichens is a poorly studied phenomenon. The present thesis focused on this topic by analysing to what extent established biofilm like communities on lichens are affected by by introducing allochthonous bacteria on the lichens. PCR techniques were applied in the experiments to amplify partial rRNA genes of the bacteria, including single strand conformation polymorphism (SSCP) fingerprinting. Fluorescence in situ hybridization (FISH) and observations with confocal laser scanning microscopy (CLSM) were used to visualize the colonization of the sprayed bacteria. Experiments were primarily conducted with the large foliose lichen Peltigera membranacea. Natural samples were transferred into a glass box that was prepared to simulate the natural habitat. The Stenotrophomonas maltophilia strain was sprayed on the lichen thalli at different concentrations and samples were taken at different time points within four weeks for the detection of the sprayed bacteria. For comparison other samples of these lichens were also maintained in a closed Petri dish under lab conditions. In samples exposed to simulated habitat conditions S. maltophilia could neither be detected by FISH nor SSCP, but the S. maltophilia strain could be detected on Peltigera membranacea in those samples that were kept under constant conditions in closed Petri dishes under lab conditions. The ecosystem function pathogen defense of lichen appears to be stable under natural conditions and does not allow the establishment of non-specific strains but in a different habitat without the natural influences the bacterial strain was able to maintain on the surface and the bacterial community got disturbed. Yet, disturbance of genuine natural habitat conditions leads to possible infestation by S.maltophilia and possibly other bacteria.