Titelaufnahme

Titel
Die Umsetzung des Heimaufenthaltsgesetzes in der pflegerischen Praxis / Georg Hecht
Verfasser/ VerfasserinHecht, Georg
Begutachter / BegutachterinStöger, Karl
Erschienen2012
UmfangVII, 81 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich <Heimaufenthaltsgesetz> / Freiheitsberaubung / Österreich <Heimaufenthaltsgesetz> / Freiheitsberaubung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42491 Persistent Identifier (URN)
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Die Umsetzung des Heimaufenthaltsgesetzes in der pflegerischen Praxis [1.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Am 1. Jänner 1991 wurde mit Inkrafttreten des Unterbringungsgesetzes die Unterbringung psychisch kranker Menschen in psychiatrischen Krankenanstalten und Abteilungen gesetzlich geregelt. In anderen stationären Behandlungs- und Betreuungseinheiten wie Pflegeheimen, Einrichtungen der Behindertenhilfe und in Krankenhäusern außerhalb der Psychiatrie wurden Freiheitsbeschränkungen weiterhin ohne gesetzliche Regelungen vorgenommen, bis im Jahr 2004 das Heimaufenthaltsgesetz beschlossen wurde.Ziel dieser Arbeit: Diese Arbeit will die Dringlichkeiten einer gesetzlichen Regelung, die Gesetzwerdung, die Gesetzesmaterie sowie die Entwicklung der Rechtsprechung und damit verbunden die Umsetzung in der Praxis darstellen.Methode: Entlang der gesetzlichen Vorgaben wurden gerichtliche Entscheidungen mit der Entwicklung von Vermeidungsstrategien zu freiheitsbeschränkenden Maßnahmen verglichen.Ergebnisse: Die Rechtsprechungsübersichten der vergangenen sieben Jahre seit Inkrafttreten des Heimaufenthaltsgesetzes korrespondieren mit der Entwicklung fachlicher Standards und technischer Hilfsmittel zur Reduktion oder Vermeidung von freiheitsbeschränkenden Interventionen in den Einrichtungen.Schlussfolgerungen: Die Implementierung des Heimaufenthaltsgesetzes hat Rechtsklarheit geschaffen und den Stand des Wissens aktualisiert. Den Gesundheitsberufen steht eine Vielzahl von alternativen Strategien zur Vermeidung von Freiheitsbeschränkungen zur Verfügung. Weiterer Klärungs- und Entwicklungsbedarf ist in der Umsetzung in Kranken-anstalten sowie im Einsatz von medikamentösen Freiheitsbeschränkungen zu sehen. In der häuslichen Pflege und Betreuung sind bislang freiheitsbeschränkende Maßnahmen nicht geregelt. Der Gesetzgeber ist gefordert, insbesondere im Hinblick auf die Betreuung durch selbständige Personenbetreuer, initiativ zu werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Since 1 January 1991, a law regulating the accomodation of psychologically ill people in psychiatric hospitals and departments has come into effect. In other inpatient treatment and care settings such as nursing homes, institutions caring for the disabled and hospitals other than psychiatric hospitals, freedom restraint was continuedly practised without legal regulation until the nursing home inhabitation law was decided upon in 2004.Aim of this work: This dissertation aims to outline the urgency for this legislation, the subject matter of the law as well as the development of the jurisdiction and the related practical implications.Methods: Court judgements regarding this legal regulation where compared with the development of avoidance strategies for freedom restraint arrangements.Results: An overview of court judgements for the past seven years after the nursing home inhabitation law took effect, shows that these led to the development of professional standards and technical tools to reduce or avoid freedom restrictive interventions in institutions.Conclusion: The implementation of the nursing home inhabitation law created legal clarification and improved the standard of knowledge. A variety of strategies are available for health professionals. Additional legal clarification and development is necessary in regards to the implementation of the law in hospitals as well as in the use of medicines resulting in freedom restraint. In the areas of home care and support, freedom restraining measures are not yet regulated. The legislator is urged to act, especially in regards to the care and support provided by independent (home) carers.