Titelaufnahme

Titel
Wissensorientierung in digitalen Netzwerkstrukturen : potentiale Neuer Medien für Wissensprozesse / eingereicht von Robert Gutounig
Verfasser/ VerfasserinGutounig, Robert
Begutachter / BegutachterinGötschl Johann ; Payer Peter
Erschienen2012
UmfangIV, 205 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Wissensmanagement / Netzwerk / Wissensmanagement / Netzwerk / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42399 Persistent Identifier (URN)
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Wissensorientierung in digitalen Netzwerkstrukturen [2.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Analysiert werden in digitalen Netzwerkmedien ablaufende Wissensprozesse. Dafür wurde eine transdisziplinäre Methode gewählt. Eingangs wird ein Aufriss der Wissensforschung geliefert. Um die unterschiedlichen Facetten des Wissensbegriffs besser differenzieren zu können, erfolgt eine begriffliche Analyse, auf dieser aufbauend wird ein Modell für Wissensprozesse entworfen. Die Digitalisierung und die netzwerkartige Verknüpfung von Informationssystemen haben die Art, wie Wissensprozesse ablaufen, radikal verändert. Kommunikation über vernetze Hypermedien ist das formgebende Austauschprinzip. Eine der Gründe für die Wirkmächtigkeit der Netzwerkmedien ist die immer bedeutender werdende Form der Kooperation. Auf der Basis der Theorie der Selbstorganisation (TSO) können Wissensprozesse als dynamische Gleichgewichts- bzw. Ungleichgewichtszustände beschrieben werden. Die Theorie des symbolischen Kapitals liefert Erklärungsmodelle für Akteure der digitalisierten Netzwerkgesellschaft. An Fallbeispielen (Wikipedia, Open-Source-Software) wird gezeigt, dass einige der o.a. Elemente sich in diesen Phänomenbereichen identifizieren lassen.J.F. Lyotards Studie der beginnenden Informationsgesellschaft ?Das postmoderne Wissen?, ist eine kritische Lektüre aus heutiger Sicht gewidmet. Weiters wird das Modell der Öffentlichkeit von Jürgen Habermas analysiert. Mithilfe dessen lassen sich im Internet, verstärkt in Social Media, Belege für die Emergenz einer kritischen Sphäre finden. Es liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass diese Medien erhebliche Veränderungspotenziale mit sich bringen.Eine ethische Reflexion ausgehend von den Überlegungen H. v. Foersters beschließt die Arbeit. Er sieht eine enge Verknüpfung zwischen den Kategorien des Wissens und des Gewissens. Die Hypothese lautet, dass uns heute potenziell mehr Wissen zur Verfügung steht als allen Vorgängergenerationen. Sollte die vorgenannte Verbindung bestehen, so eröffnen sich Potentiale für die Humanisierung der Weltgemeinschaft.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study analyses the knowledge processes in digital network structures. For that a transdisciplinary methodological approach was chosen. First an overview of knowledge research is given. A conceptually-oriented analysis is performed in order to differentiate between the various aspects of the concept of knowledge. A model of knowledge processes is designed based on this analysis.Digitalisation and the network links between information systems have fundamentally changed the nature of knowledge processes. Communication through networked hypermedia is the basic exchange principle in the network society. One of the reasons for the effectiveness of the network media is the increasingly significant form of cooperation. The knowledge processes can be described in terms of the Self-Organisation Theory (SOT) as dynamic states of equilibrium and, respectively, non-equilibrium. The theory of symbolic capital provides explanatory models for the actors of the digitalised network society. Case studies (Wikipedia, Open-Source-Software) show that some of the above mentioned elements can be identified in these phenomenal domains. J.F. Lyotard's study of the early information society "The Postmodern Condition" has been critically revisited from today's perspective. The public sphere model by Jürgen Habermas is analysed. Whereby it is possible to find evidence on the Internet, reinforced in social media, for the emergence of a critical sphere. There are sufficient indications that these media entail substantial potentials for change. The final part of the study includes a reflection on ethics in the digital age. These considerations are based on the work of H. v. Foerster, who sees a linkage between the categories of knowledge and conscience. The hypothesis is that we today potentially have more available knowledge than all of the previous generations. Should the afore-mentioned connection sustain, the potentials will open for the humanisation of the world community.