Titelaufnahme

Titel
Emotionale und physiologische Synchronisation zwischen Personen / vorgelegt von Gabriele Gierlinger
Verfasser/ VerfasserinGierlinger, Gabriele
Begutachter / BegutachterinPapousek Ilona
Erschienen2012
UmfangV, 81 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Synchronisierung / Interaktion / Synchronisierung / Interaktion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42388 Persistent Identifier (URN)
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Emotionale und physiologische Synchronisation zwischen Personen [2.85 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob zwischen zwei männlichen Personen emotionale und physiologische Synchronisation nachgewiesen werden kann. Synchronisation bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die beiden Teilnehmer sich in Hinblick auf ihre Emotionen und ihre physiologischen Parameter (Herzrate und Pulswellengeschwindigkeit als Ersatzmaß für den Blutdruck) im Verlauf des Experimentes einander annäherten bzw. in die gleiche Richtung entwickelten. Die Probanden warteten auf die eigentliche Untersuchungsleiterin sowie auf die Präsentation von Cartoons, die später bewertet werden sollten. Dies war allerdings nur die Coverstory des Experimentes. Die Teilnehmer, die sich nicht kennen durften, sollten durch diese Wartesituation in Ärger versetzt werden. Unmittelbar vor und nach dem Experiment wurden die Männer nach ihrem Befinden und ihrer momentanen Stimmung befragt sowie nach einer Einschätzung des Befindens ihres Interaktionspartners nach dem Experiment.In der emotionalen Synchronisation zeigten sich keine Zusammenhänge der Teilnehmer in Abhängigkeit ihrer Ausprägungen in der Gelotophobie, in der emotionalen Kompetenz sowie in der sozialen Anziehung bzw. Einstellungshomophilie. Personen, die in der eigenen Emotionswahrnehmung und Emotionsregulation sicherer waren, sowie Personen, die sich sozial attraktiver fanden und ähnliche Einstellungen hatten, wiesen Tendenzen auf, sich in der Herzrate und der Pulswellengeschwindigkeit zu synchronisieren. Im Verlauf des Experimentes änderte sich das physiologische Arousal der Teilnehmer signifikant, sowohl die Herzrate als auch die Pulswellengeschwindigkeit wurden langsamer. In der Selbst- und Fremdeinschätzung der Teilnehmer konnten keine Zusammenhänge festgestellt werden. Eine höhere Ausprägung im Ärgererleben und Ärgerausdruck führte dazu, dass Probanden die Situation negativer empfanden, sowie angespannter und wütender waren.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines if there is emotional and physiological synchronization between two persons, more specifically between two men. In this context synchronization means that the participants approached each other or that they developed in the same direction with regard to their emotions and their physiological parameters (heart rate and pulse wave velocity as compensation measurement for blood pressure) during the experiment. The participants waited for the experiment?s supervisor and for a cartoon presentation, which they were to evaluate later. In reality, this was just the cover story for the experiment. The participants, who should not know each other, should be put into anger by the waiting situation. Immediately before and after the experiment the men were asked to evaluate their own mood, and after the experiment they were also asked to estimate their partner?s mood.There were no correlations of gelotophobia, emotional competence, social attraction and attitude homophily with emotional synchronization. Participants who were more confident in their own emotion perception and in their own emotion regulation and people who found each other more socially attractive and who were more homophilous in their attitudes showed tendencies to synchronize their heart rate and pulse wave velocity. The physiological arousal of the test persons changed significantly during the experiment. The heart rate and the pulse wave velocity decelerated. There were no correlations between the self-estimation and the estimation of the interaction partner. Participants with higher ratings in the experience and expression of anger perceived the situation more negatively and they were tenser and angrier.