Titelaufnahme

Titel
Auswirkung einer Selbstwertbedrohung auf die Zugänglichkeit von positiven bzw. negativen Eigenschaften bei deren Zuschreibung zur eigenen Person vs. einer gleich bzw. andersgeschlechtlichen Person / Claudia Kraus
Verfasser/ VerfasserinKraus, Claudia
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2012
UmfangV, 91 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Narzisstische Kränkung / Selbstbild / Soziale Identität / Narzisstische Kränkung / Selbstbild / Soziale Identität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42333 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkung einer Selbstwertbedrohung auf die Zugänglichkeit von positiven bzw. negativen Eigenschaften bei deren Zuschreibung zur eigenen Person vs. einer gleich bzw. andersgeschlechtlichen Person [1.77 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit untersucht den Einfluss einer Selbstwertbedrohung und der Person, auf welche Informationen bezogen werden (?Referenz?: Selbst, Kate, Prinz William), auf die Zugänglichkeit von positiven und negativen Eigenschaften. Erstmals in der Forschung wurden einer weibliche und einer männlichen Person (Kate und Prinz William) Eigenschaften zu geschrieben, um zu überprüfen, ob sich eine Selbstwertbedrohung auch auf die Verarbeitung negativer Informationen einer gleichgeschlechtlichen Fremdreferenz auswirkt. Es wurde angenommen, dass sich Frauen unter einer Selbstwertbedrohung nicht nur vor negativen selbstbezogenen sondern auch vor negativen Eigengruppen (Kate) Informationen schützen. Um die durch die Selbstwertbedrohung ausgelöste Unsicherheit zu reduzieren, kategorisiert man sich zur eigenen Geschlechtsgruppe. Damit tritt die soziale Identität in den Vordergrund, die Eigengruppe wird somit selbstwertrelevant. Das Selbstkonzept wird nun auch vor negativen Informationen, die eine gleichgeschlechtliche Person betreffen, geschützt, und zwar durch eine geringere Zugänglichkeit negativer Informationen. Es wurde 74 Frauen getestet. Die Hälfte davon wurde selbstwertbedroht durch soziale Exklusion und ein negatives Leistungsfeedback. Danach beurteilten Frauen Eigenschaften darauf, ob sie typisch für sich selbst, für Kate oder Prinz William waren. Die Reaktionszeiten wurden im Hintergrund erfasst. Frauen reagierten auf negative Informationen, unabhängig von der Referenz langsamer als auf positive Informationen. Die Reaktionszeiten auf negative selbst- Kate- und William- bezogene Eigenschaften unterschieden sich untereinander nicht. Dieses Ergebnis stützt die Density Hypothese. Selbstwertbedrohte Frauen verarbeiteten selbstbezogene Informationen schneller als nicht selbstwertbedrohte. Möglicherweise wollen Frauen so ihren Ausschluss kompensieren (?social compensating?).

Zusammenfassung (Englisch)

This study investigates the influence of self-threat and the person to who one ascribes adjectives (self, Kate or Prince William) on the accessibility of positive and negative information. For the first time in research a female and a male other-referent person were used. The aim of this study was to test if a self-threat also impairs the processing of negative same-sex information. A self-threat leads to uncertainty. We assumed that to reduce this uncertainty, people categorize themselves to their gender group. As a result, the social identity becomes the focus of attention and the gender group gets self-relevant. In order to protect their self-concept from negative information concerning the same-sex other-referent person, the accessibility of negative information should be lessened. Seventy-four women were tested. Half of them were socially excluded and received a negative performance feedback. After that the women had to decide whether adjectives were typical for themselves, for Kate or for Prince William. The reaction times for the decisions were recorded. Women processed negative information for themselves, Kate and William slower than positive Information. There was no difference in the reaction times for negative information that where ascribed to the own person, to Kate or William. This result confirms the density hypothesis. Self-threat leads to a faster processing of negative information for women. It?s possible that women try to compensate their social exclusion with being faster in the ascribing task (?social compensating?).