Titelaufnahme

Titel
Face-in-the-crowd Effekt bei Schizophrenie / Eva Maria Zoppoth
Verfasser/ VerfasserinZoppoth, Eva Maria
Begutachter / BegutachterinPapousek Ilona
Erschienen2012
Umfang92 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Mimik / Gefühlsempfindung / Angststörung / Schizophrenie / Mimik / Gefühlsempfindung / Angststörung / Schizophrenie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42297 Persistent Identifier (URN)
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Face-in-the-crowd Effekt bei Schizophrenie [0.93 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Zweck dieser Untersuchung war es in Erfahrung zu bringen, ob ein anger superiority Effekt bei klinisch gesunden Menschen und PatientInnen mit Schizophrenie vorhanden ist. Der anger superiority Effekt wird in der Literatur als eine schnelle Lokalisation von Umweltbedrohungen beschrieben, was einem Individuum einen evolutionären Überlebensvorteil verschaffen soll. Dieser Effekt wurde mittels eines face-in-the-crowd Paradigmas untersucht. In der Literatur findet man einige Studien, die dieses Paradigma zur Untersuchung des anger superiority Effekts verwenden. Diese Studien führten bisher ihre Untersuchungen ausschließlich an klinisch gesunden Menschen durch. In diesem face-in-the-crowd Paradigma wurden neun Gesichter gleichzeitig präsentiert, wobei alle Gesichter denselben Gesichtsausdruck zeigen konnten, oder ein Gesicht einen anderen Gesichtsausdruck als die anderen darstellte. Die Gesichtsstimuli die dabei verwendet wurden, waren reale, heterogene Bilder, um eine möglichst ökologische Validität zu erreichen. Insgesamt wurden 40 Personen zur Untersuchung herangezogen. 20 Personen stellten die gesunde Kontrollgruppe dar, 20 Personen stellte die Gruppe der Schizophrenie-PatientInnen dar. Die 20 PatientInnen litten alle zum Zeitpunkt der Untersuchung, nach dem ?Internationalen Klassifikationssystem für psychische Störungen?, unter der Diagnose Schizophrenie. Die Reaktionszeiten und die Leistung der ProbandInnen bei der Emotionswahrnehmung wurden mittels Varianzanalysen und Kovarianzanalysen verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass beide Gruppen nur eine leichte Tendenz zu einem anger superiority Effekt aufweisen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sprechen eher für eine Emotionalitäts-Hypothese, die in der Literatur postuliert wurde. Durch weitere Berechnungen zeigte sich auch, dass das Alter der ProbandInnen, sowie deren Neigung zu Angststörungen und die positive und negative Symptomatik der PatientInnen einen Einfluss auf die Emotionswahrnehmung darstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this investigation was to find out, if the anger superiority effect in healthy people and patients with schizophrenia exists. The anger superiority effect in literature was described as a fast localisation of threatening enviroments, which should get an individuum an evolutionary advantage to survive. This effect was investigated by a face-in-the-crowd paradigm. In the literature there are a lot of investigations, which used this paradigm to find the anger superiority effect. These investigations just got their experiences from healthy people. In this face-in-the-crowd paradigm there were nine faces presented at the same time, in two differnt ways. One showed all faces with the same expression, the other one showed one face with a differnt expression than the others. The face stimuli which were used, were real, heterogeneous pictures, to get an ecologically validity as possible.Overall 40 persons were tested. 20 persons were the healthy controll group, 20 persons were the group of schizophrenia patients. The 20 patients were diagnosed by the international classification system for mental disorders. The reaction times and emotion recognition performances of both groups were compared by using analyses of variances and analyses of covariances. It comes out, that both groups only showed a tendency to an anger superiority effect. These results rather support the emotionality-hypothesis which has also been postulated in the literature. Futhermore calculitions showed, that the age of participants, the proneness to anxiety disorders and the positive and negative schizophrenia symptoms are related to recognition performance for emotional facial expression.