Titelaufnahme

Titel
Die Sozialräume von wohnungslosen Menschen in Graz : ein Alltag im öffentlichen Raum / verfasst von Milena Simonitsch
Verfasser/ VerfasserinSimonitsch, Milena
Begutachter / BegutachterinWrentschur Michael
Erschienen2012
Umfang102 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Obdachlosigkeit / Sozialraum / Graz / Obdachlosigkeit / Sozialraum / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42195 Persistent Identifier (URN)
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Die Sozialräume von wohnungslosen Menschen in Graz [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Forschungsarbeit beschäftigt sich mit den Sozialräumen von Menschen, die den Großteil ihres Alltages an öffentlichen Plätzen verbringen. Es sind Personen, die aufgrund des Fehlens eines eigenen Wohnraumes vorübergehend in Notschlafstellen Unterkunft finden. Obwohl es in der steiermärkischen Landeshauptstadt vordergründig Notquartiere mit Tagesaufenthalt gibt, liegt der Fokus dieser Untersuchung auf jener Einrichtung, die den Nächtigern diese Möglichkeit nicht bieten kann. Somit stellt diese Zielgruppe der akut Wohnungslosen ein eher kleines Segment der Grazer Wohnungslosenhilfe dar. Es sind Personen, die sich den Aufenthalt an konsumorientierten - oder pflichtigen Orten zumeist nicht leisten können, vorwiegend aber auch an konsumfreien Plätzen als ?unerwünscht" gelten. Welche Plätze in Graz als häufige Aufenthaltsorte für viele wohnungslose Menschen dienen und auf welche Barrieren sie an diesen Orten treffen, wird nach der theoretischen Fundierung dieses Themas empirisch dargestellt. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde, neben der Perspektive der Grazer Exekutive, vor allem die Sicht der Betroffenen berücksichtigt. Durch qualitative Interviews und eine Stadtteilbegehung mit einem wohnungslosen Mann konnten einige Probleme aufgezeigt werden, die einerseits erst durch die Anwesenheit einzelner Gruppen im öffentlichen Raum entstehen und diesen Personengruppen andererseits alltäglich begegnen. Aus diesem Grund stellt diese Arbeit besonders für die Praxis der Grazer Wohnungslosenhilfe einen fundierten Einblick in die Lebenswelt ihrer AdressatInnen dar und legt somit den Grundstein für eine gelingende sozialraumorientierte Soziale Arbeit in diesem Bereich. Neben diesem handlungsleitenden Aspekt ermöglicht diese Forschungsarbeit ebenso einen praxisorientierten Zugang für all jene Personen, die in die Lebensrealität von armutsbetroffenen Menschen, allen voran die der Obdach- und Wohnungslosen in Graz, Einblick erhalten möchten.

Zusammenfassung (Englisch)

This research study deals with the social spaces of people, spending the majority of their everyday life in public places; people, whose lack of residential property forces them to temporarily find sanctuary in emergency overnight accommodations. Although emergency shelters with the potential to stay at during daytime primarily do exist in Styria's capital city, this research focuses on one facility not being able to provide their clients with such a possibility. These clients, however, only represent a small segment of Graz's aid for homeless. People, who mostly can not effort to stay at consumeristic places but are also being regarded "undesirably" at non-consumeristic ones. After this topic's theoretical foundation, questions, such as which locations in Graz homeless people frequently use as domicile and which barriers they have to face are being presented empirically. To answer these questions, not only the executive's, but also the aggrieved party's point of view has been considered. By means of qualitative interviews and a guided inspection of the district by a homeless man, certain problems, which on one hand only arise from the presence of individual groups in public and on the other confront these groups of people on a daily basis could be demonstrated. On this account, this research study, especially for Graz's "aid for homeless" praxis, poses a well-grounded insight on their client's environment and lays the cornerstone for a successful social space orientated social work in this field. Beside the action-guiding aspect of this research study it also provides a practice oriented access to the life reality of people affected by poverty, notably the unsheltered and homeless in Graz, for all those, who want to gain an insight on this topic.