Titelaufnahme

Titel
Male and female fighting in the sexually monomorphic, territorial cichlid fish Tropheus moorii / vorgelegt von Ulrike Odreitz
Verfasser/ VerfasserinOdreitz, Ulrike
Begutachter / BegutachterinSefc Kristina
Erschienen2012
Umfang63 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Tropheus / Aggression / Tropheus / Aggression / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-42048 Persistent Identifier (URN)
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Male and female fighting in the sexually monomorphic, territorial cichlid fish Tropheus moorii [1.7 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Aggressive Interaktionen treten bei Fischen häufig in Zusammenhang mit Ressourcenverteidigung auf. Studien zum Aggressionsverhalten von Fischen haben sich meist mit der Konkurrenz zwischen Männchen befasst und nur wenige haben das Verhalten von Weibchen berücksichtigt und geschlechtsspezifische Unterschiede nachgewiesen. Bei der sexuell monomorphen Cichliden-Art Tropheus moorii etablieren und verteidigen sowohl Männchen als auch Weibchen ein Territorium. Um festzustellen, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im Aggressionsverhalten existieren, wurden Männchen und Weibchen während intra- und intersexueller Auseinandersetzungen beobachtet. Weder die Latenzzeit noch die Zeit bis zur Entscheidung unterschieden sich zwischen den Geschlechtern. Das Initiieren einer Auseinandersetzung korrelierte mit der Wahrscheinlichkeit zu gewinnen. Beide Geschlechter zeigten einen schwachen ?Loser-Effekt?, sodass die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen für Verlierer geringer war als für Gewinner oder Fische ohne Kampferfahrung. Größe und Gewicht wirkten sich stark auf den Kampfausgang aus, die Aggressionsraten von Männchen und Weibchen unterschieden sich nicht. Um das intersexuelle Verhalten ohne den Einfluss von sexuell motiviertem Verhalten zu untersuchen, wurden Männchen mit Weibchen konfrontiert, die kürzlich abgelaicht hatten. Die intersexuellen Kämpfe unterschieden sich von den Intrasexuellen, da der Ausgang nicht von der Größendifferenz beeinflusst wurde und Männchen höhere Aggressionsraten zeigten als bei intrasexuellen Kämpfen. Die Distanz zum Ablaichen beeinflusste das Verhalten und den Erfolg der Weibchen. Das nahezu identische Aggressionsverhalten von Männchen und Weibchen entspricht den gender-unabhängigen sozialen Rollen, die in Verbindung mit morphologischen, physiologischen und verhaltensbezogenen Monomorphismen bei anderen Arten nachgewiesen wurden, steht aber in Kontrast zu den ungleichen sozialen Rollen von Männchen und Weibchen biparentaler Cichliden-Arten.

Zusammenfassung (Englisch)

Aggressive encounters are common in fishes and often occur in terms of resource competition. Most studies on aggression in fish have focused on male-male competition and only a few have also taken into account female aggression and found differences between the sexes. In the sexually monomorphic cichlid species Tropheus moorii both, males and females establish and defend feeding territories and therefore, the females are fully included in territorial interactions. The aggressive behavior of Tropheus males and females during intra- as well as intersexual competitions was investigated to resolve whether or not differences in the aggressive behavior of males and females do exist. Latency as well as time to contest settlement did not differ between sexes. Initiating a contest strongly correlated with the chance of winning. Males and females showed a weak loser-effect such that previous losers were less likely to win their next contest than previous winners or first-time fighters. Size and weight of the combatants had a strong effect on the outcome of contest. Males and females showed similar rates of aggressive behavior, i.e. displays and charges. Finally, to investigate intersexual behavior without interference of reproductively motivated behavior, males were confronted with females that had recently spawned. These intersexual contests followed a different pattern than the same-sex contests, in that the outcome was not dependent on body size differences and males showed higher levels of aggression than in same-sex contests. Further investigation revealed that the time since spawning affected female contest behavior and success. The overall congruency of male and female aggressive activity coincides with the observation of gender-independent social roles combined with behavioral, morphological and physiological monomorphism in other animal species but is in contrast with the different social roles of males and females observed e.g. in biparental cichlid species.