Titelaufnahme

Titel
Griechisch-römische Mysterienkulte und ihre Beziehung zur griechischen Philosophie : eine religionsphilosophische Untersuchung / vorgelegt von Patrick Purgay
Verfasser/ VerfasserinPurgay, Patrick
Begutachter / BegutachterinGrabner-Haider Anton
Erschienen2012
Umfang107 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Griechenland <Altertum> / Philosophie / Mysterienreligion / Griechenland <Altertum> / Philosophie / Mysterienreligion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41996 Persistent Identifier (URN)
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Griechisch-römische Mysterienkulte und ihre Beziehung zur griechischen Philosophie [1.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Diplomarbeit wird untersucht, welche Zusammenhänge zwischen den griechisch-römischen Mysterienkulten und der Philosophie der Antike bestehen. Dies führt zu der Frage nach dem Verhältnis zwischen Wissen und Religion im Allgemeinen, sowie in konkreten Problemfeldern.Zu diesem Zweck werden in der ersten Hälfte der Arbeit die fünf klassischen Mysterienkulte der Antike dargestellt, wobei besonderer Wert auf die Geschichte, die Organisationsstruktur und die theologischen Inhalte gelegt wird. Es werden einerseits die originär griechischen Mysterien des Dionysos und der beiden Göttinnen von Eleusis; und andererseits die importierten Kulte von Mithras, Isis und Osiris, sowie Kybele und Attis behandelt.Im zweiten Teil werden dann die Systeme ausgewählter Philosophen erst skizziert und anschließend zu den Inhalten der Mysterienkulte in Beziehung gesetzt. Es werden die Lehrinhalte verglichen und die Gemeinschaften, die in einigen Fällen aus den Schülerkreisen heraus entstanden sind. Dabei wird ein Bogen von Pythagoras und Heraklit über Platon bis zu Plotin gespannt.Es wird versucht aufzuzeigen, inwiefern die Wegbereiter der Philosophie und daher auch des rationalen Denkens, in den religiösen Traditionen ihrer Zeit verwurzelt waren. Die Mysterienkulte bieten dafür ein besonders wichtiges Beispiel, da in ihrem Fall eine wechselseitige Beeinflussung stattgefunden hat. So haben nicht nur viele Philosophen in den Mysterien eine Vermittlung von großer Weisheit gesehen und sich auf sie bezogen, sondern es wurden auch ihre philosophischen Auslegungen von den gebildeten Kreisen der Kultmitglieder aufgegriffen und rezipiert. Somit wird der Versuch unternommen, ein kleines Stück der Brücke, die früher über den Graben zwischen Religion und Wissenschaft verlief, zu restaurieren, auf dass sie eines Tages wieder neu reflektiert werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis will try to explore the correlation of the Greek-Roman mystery cults and the philosophy of ancient Greece. This will further lead to the question of the relation between knowledge and religion in general. For this purpose the first half of this diploma illustrates the 5 classic ancient mystery cults, particularly their history, organisational structure and theological content. On one hand it will discuss the original Greek mysteries of Dionysus and the two goddesses of Eleusis; on the other hand the imported cults of Mithra, Isis and Osiris as well as Cybele and Attic. The second part outlines the system of selected philosophers and those will additionally be put into relation with the contents of the mystery cults. The teachings will also be compared as well as the communities that in some cases emerged. The featured content reaches from Pythagoras and Herakles to Plato and his successors. It is an attempt to demonstrate how deeply rooted the pioneers of philosophy, and therefore of rational thinking, were in the religious traditions of their time. The mystery cults offer an important example because their connection is interactive. Philosophers did not only see them as a tool to impart great knowledge and referred to them, but also the intellectual elite of the cults absorbed and developed the philosophical interpretations. Consequently an effort will be made to restore a little piece of the bridge, that used to be between religion and science, so that one day it can be reflected again.