Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss des Bindungsstils auf die Stressreaktion in Abhängigkeit sozialer Unterstützung und mentaler Aktivierung / Lisa Batz
Weitere Titel
The impact of attachment style on stress reactivity in dependence on enacted support and mental activation
Verfasser/ VerfasserinBatz, Lisa Inga Maria
Begutachter / BegutachterinSchwerdtfeger, Andreas
ErschienenGraz, 2017
Umfang106 Blätter : Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Soziale Unterstützung / Freundschaft / Stressbewältigung / Herzfrequenzvariabilität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-119643 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss des Bindungsstils auf die Stressreaktion in Abhängigkeit sozialer Unterstützung und mentaler Aktivierung [2.45 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Erhaltene soziale Unterstützung ist laut aktuellen Befunden eine wesentliche Ressource für physische Gesundheit. Die Annahme, dass eine niedrigere Herzratenvariabilität (HRV) auf eine größere Dominanz sympathischer Aktivität zurückzuführen ist, gilt als vielfach empirisch überprüft. Diese „autonome Imbalance“ kann zu einem erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen führen.Annahme: Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von erhaltener sozialer Unterstützung einerseits und mentaler Aktivierung einer Freundschaftsrepräsentation andererseits auf die Stressreaktion zu vergleichen. Besonders die mentale Aktivierung einer Freundschaftsrepräsentation wurde als stresspuffernde Alternative für bindungsvermeidende Männer vorgeschlagen.Methode: Die 84 männlichen Probanden erhielten, mit Ausnahme der Kontrollgruppe, entweder soziale Unterstützung eines guten Freundes oder aktivierten eine Freundschaftsrepräsentation vor einem sozial-evaluativen Stressor. Erfasst wurde die Herzrate (HR) und die HRV über die Ruhemessung, Vorbereitungsphase, Präsentation und Erholungsphase.Ergebnisse: Wurden Probanden vor dem Stressor von einem guten Freund unterstützt, zeigte sich in jeder Versuchsbedingung eine deutlich niedrigere HR und eine leicht höhere HRV. Zudem war ein höherer Vagotonus zur Ruhemessung mit einer günstigeren Stress- und Erholungsreaktion assoziiert.Zusammenhänge zwischen Bindungsstil und Art der Unterstützung konnten nicht bestätigt werden.Schlussfolgerung: Aus den Ergebnissen kann abgeleitet werden, dass der Vagotonus als Indikator autonomer Flexibilität fungiert. Auch die Bedeutung von sozialer Unterstützung als wesentliche Ressource für physische Gesundheit konnte betont werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Received social support is an essential resource for physical health, as recent studies have suggested. The assumption, that low heart rate (HRV) variability is associated with a dominance of sympathetic activation is empirically reviewed. This so called autonomous imbalance can cause coronary heart diseases.Purpose: This study aims to compare the impact of received social support vs. mental activation of supportive ties on stress reactivity. Especially the stress-buffering alternative of mental activation of supportive ties was tested to be beneficial for attachment-avoidant men.Methods: The 84 participating men either received social support from a friend or activated a supportive tie before stressor onset. Heart rate (HR) and HRV data was collected for measures of baseline, anticipation, presentation and recovery.Results: Participants, who received support from a friend, showed distinctly lower HR and slightly higher HRV throughout the course of the experiment. Moreover, increased baseline vagal tone was associated with a more adaptive reactivity for stress and recovery. The relation between attachment style and support could not be approved.Conclusion: The findings suggest that vagal tone can be interpreted as marker for autonomous flexibility and underline the significance of social support as a vital resource for physical health.

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