Titelaufnahme

Titel
Die Kirche als dramatische Person : eine Untersuchung der Ekklesiologie in der Theodramatik bei Hans Urs von Balthasar / eingereicht von Mag. Stefanie Schwarzl-Ranz
Weitere Titel
The church as a dramatic Person : a survey of ecclesiology in Hans Urs von Balthasars "Theodramatik"
Verfasser/ VerfasserinSchwarzl-Ranz, Stefanie
Begutachter / BegutachterinKörner, Bernhard ; Ebenbauer, Peter
ErschienenGraz, 2017
Umfang281 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Balthasar, Hans Urs von <Theodramatik> / Ekklesiologie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-119553 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Kirche als dramatische Person [2.04 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In den Jahren 1973-1983 hat Hans Urs von Balthasar mit der Theodramatik ein vergleichsloses theologisches Werk geschaffen. In Rückgriff auf die Sprache und Begrifflichkeit des Theaters stellt er darin das dramatische Aufeinandertreffen der unendlich göttlichen und der endlich menschlichen Freiheit dar. Die Dissertation geht nun der Frage nach der Kirche in diesem theodramatischen Geschehen nach. Bald wird deutlich, dass die Kirche als eine Person erscheint. In der Arbeit wird deshalb zuerst dargestellt, was Balthasar grundsätzlich unter dem Begriff ‚Person‘ versteht. Zentral wird dabei der Sendungsbegriff. Insofern auch die Kirche eine Sendung hat, ist sie als Person zu verstehen. Balthasar beschreibt dieses Personsein durch die Beziehung der Kirche zu Christus. Mit den Metaphern von Leib und Braut Christi stellt er das gleichzeitige Verbunden- und Gegenübersein der Kirche zu Christus in den Vordergrund. In ihrer Verbindung zu Christus hat die Kirche Anteil an seiner universalen Sendung und an seiner universalen Person. Als Christi Gegenüber wird die Kirche aber auch konkret und erscheint in einer Eigenständigkeit. Aus der Gleichzeitigkeit von Verbunden- und Gegenübersein ergibt sich eine dramatische Grundspannung. In einer derartigen Spannung existiert auch Maria. Für Balthasar wird Maria deshalb zum Urbild der Kirche. Dies drückt er durch das marianische Prinzip aus. Neben dem marianischen Prinzip (umfassend, katholisch) erscheint die Kirche auch in ihrem petrinischen (Amt) und johanneischen Prinzip (verbindend). Auch daraus ergeben sich Spannungen. Die Spannungen zeigen insgesamt die uneinholbare Dramatik auf, in der die Kirche existiert. Abschluss und Ausblick der Dissertation bilden Konsequenzen, die aus der Ekklesiologie der Theodramatik für unsere Wirklichkeit gezogen werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

In the years 1973 to 1983 Hans Urs von Balthasar wrote Theodramatik, a theological work without comparison. By resorting to the language and terminology of theatre, he demonstrates the dramatic encounter of the infinite divine and the finite human freedom. The doctoral thesis focusses on the question of the church in this theodramatic occurrence. It soon becomes clear that the church appears as a person. This is why the thesis first demonstrates, what Balthasar understands by the term “person”. The notion of mission is hereby central. As the church has a mission as well, the church is to be seen as a person. Balthasar describes this being a person via the relationship between the church and Christ. He puts the connection and opposition between the church and Christ at the forefront, by employing the metaphors of body and bride of Christ. The church has a share in Christs universal mission and his universal person in her connection to Christ. As Christs counterpart, the church becomes concrete and appears in a kind of independency. One can derive a dramatic suspense from the coincidence of connection and opposition. Mary also exists in such a suspense. This is why Mary becomes the archetype of the church for Balthasar. He expresses this through the marian principle. Besides the Marian principle (comprehensive, catholic), the church also appears in her Petrine (office) and Johannine principle (aligning). This also leads to suspense. The suspense demonstrates the immense dramatic, in which the church exists. Conclusion and outlook of the thesis are the consequences that can be drawn from the ecclesiology of Theodramatik for our reality.