Titelaufnahme

Titel
ReiseleiterInnen als DolmetscherInnen? Eine Fallstudie
Weitere Titel
Tour guides as interpreters? A case study
Verfasser/ VerfasserinBacic, Katarina
Begutachter / BegutachterinGrbic, Nadja
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-119400 Persistent Identifier (URN)
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ReiseleiterInnen als DolmetscherInnen? Eine Fallstudie [1.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit widmet sich den ReiseleiterInnen des Unternehmens Radurlaub ZeitReisen GmbH und der Wahrnehmung ihrer Dolmetschtätigkeiten während der Saison. Die Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die ReiseleiterInnen das Dolmetschen als eine eigenständige Tätigkeit betrachten und ob sie DolmetscherInnen und der Dolmetschtätigkeit einen hohen oder niederen Status beimessen. Nachdem als ReiseleiterInnen keine professionellen DolmetscherInnen beschäftigt werden, stellt sich weiters die Frage, zu welchem Bereich des Dolmetschens das Dolmetschen im Rahmen der Reiseleitung zählt. Als Erhebungsmethode für diese Masterarbeit wurde die teilnehmend-verdeckte Beobachtung in Kombination mit einem abschließenden Fokusgruppeninterview gewählt. Im Rahmen der Studie wurden die ReiseleiterInnen der Firma bei ihrer Arbeit beobachtet, um in Erfahrung zu bringen, in welchen Situationen es zu Dolmetschtätigkeiten kommt und wie sie dabei vorgehen. Im Anschluss an die Beobachtungen wurden sie in einer Fokusgruppendiskussion zu ihren Wahrnehmungs- und Handlungsmustern in Bezug auf ihre Dolmetschtätigkeit befragt. Die erhobenen Daten zeigen widersprüchliche Ergebnisse. Die ReiseleiterInnen bei Radurlaub ZeitReisen GmbH nehmen Dolmetschen nicht als eigenständige Tätigkeit wahr, sondern sehen es vielmehr als einen integralen Teil ihrer Tätigkeit an, den sie größtenteils ausüben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Der Tätigkeit des Dolmetschens wird ebenso wie jener der Reiseleitung kein hoher Status beigemessen. Lediglich vor KonferenzdolmetscherInnen haben die ReiseleiterInnen Hochachtung und messen ihnen demnach auch einen hohen Status bei. Dolmetschtätigkeiten in anderen Bereichen erkennen sie nicht an, was das Bild von DolmetscherInnen in der Öffentlichkeit widerspiegelt. Schließlich konnte in der Arbeit gezeigt werden, dass es sich bei der untersuchten Tätigkeit um einen Bereich des „non-professional interpreting“ handelt, der bislang in der Literatur kaum behandelt wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

The present master thesis focuses on the tour guides of the company Radurlaub Zeitreisen GmbH and their perception of interpreting during the season. The thesis investigates if tour guides consider interpreting a separate activity and if they ascribe a high or low status to interpreters and interpreting. Since there are no professional interpreters employed as tour guides, the question arises to which field of interpreting the activity of interpreting as tour guides belongs. In order to answer the research questions, a hidden participant observation was conducted combined with a final focus group interview. The tour guides of the company were observed during their work to find out in which situations they perform interpreting services and how they go about the task. Following the observations, they were interviewed in a focus group discussion about their patterns of perception and action regarding their interpreting. The collected data shows contradictory results. The tour guides at Radurlaub ZeitReisen GmbH do not consider interpreting a separate activity, but rather an integral part of their activity which they mostly carry out unconsciously. Neither interpreting nor the activity of tour guides have a high status. Only conference interpreters are respected by the tour guides and ascribed a high status. The tour guides do not consider interpreting in other fields as such, which represents the image of interpreters in the public. Thus, the study shows that the activity investigated belongs to the field of “non-professional interpreting” which has rather been neglected in research literature.