Titelaufnahme

Titel
Gedolmetschte Mediation - Besonderheiten für DolmetscherInnen und Herausforderungen für MediatorInnen : ein Einblick in die gedolmetschte Mediationspraxis anhand ausgewählter ExpertInneninterviews / vorgelegt von Anne-Marie Baczynski
Verfasser/ VerfasserinBaczynski, Anne-Marie
Begutachter / BegutachterinTiittula Liisa
Erschienen2012
Umfang146 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Mediation / Dolmetschen / Mediation / Dolmetschen / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41898 Persistent Identifier (URN)
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Gedolmetschte Mediation - Besonderheiten für DolmetscherInnen und Herausforderungen für MediatorInnen [1.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

GesprächsdolmetscherInnen bezeichnen sich nicht selten als Sprach-und Kulturmediator/innen. Demnach ist der Begriff ?Mediation? nicht nur Konfliktmediator/innen vorenthalten. Aber inwiefern kann von Gesprächsdolmetschen als Mediation gesprochen werden und was passiert wenn Konfliktmediation und Dolmetschen im Rahmen ?gedolmetschter Konfliktmediation? aufeinandertreffen? Verändert die Dolmetschung gar die ursprüngliche Interaktionsdynamik bzw. den Ausgang der Konfliktmediation?Die vorliegende Masterarbeit gibt mit besonderem Augenmerk auf obige Fragestellungen einen Überblick über das noch weitgehend unreflektierte - aber in unserer von Globalisierung geprägten Gesellschaft immer wichtiger werdende Thema - ?gedolmetschte Konfliktmediation?.In einem ersten theoretischen Teil werden zunächst Grundlagen, Ziele und Einsatzgebiete der Konfliktmediation facettenreich beleuchtet und in einem weiteren Schritt Parallelen zum Kompetenzprofil von Gesprächsdolmetscher/innen gezogen. Zu diesem Zweck wird eingangs erläutert, welche Verständnisebene von Mediation Gesprächsdolmetscher/innen zugrunde liegt. Anschließend werden beide Berufsprofile miteinander verglichen, Unterschiede und Rollenüberscheidungen herausgearbeitet und abschließend Schlussfolgerungen für eventuelle Hindernisse im Kontext dolmetschgestützter Konfliktmediation gezogen. In einem zweiten empirischen Teil wird anhand ausgesuchter ExpertInnen-Interviews ein Einblick in die gedolmetschte Mediationspraxis gegeben. Zwei Gesprächsdolmetscherinnen und eine Konfliktmediatorin erzählen von Besonderheiten und Herausforderungen des Settings ?Mediationsdolmetschen? und geben durch praxisnahe Beispiele und persönliche Erfahrungen Aufschluss über die notwendigen Voraussetzungen, die für eine geglückte Zusammenarbeit bzw. eine erfolgreiche Konfliktmediation geschaffen werden müssen: Als Grundvoraussetzung resultiert hierbei die Sensibilisierung für das jeweils andere Berufsprofil.

Zusammenfassung (Englisch)

Dialogue Interpreters often call themselves linguistic/cultural mediators and consider mediation to be the essence of what they do. Hence, the term mediation isn?t used exclusively in the context of conflict mediation. But to what extent can dialogue interpreting be considered mediation? And what happens when conflict mediators and interpreters collaborate in interpreter-mediated conflict mediation? Does the interpretation change the original dynamics or even the result of conflict mediation? Turning its special attention to the mentioned questions, this thesis gives an overview of the still mostly unknown - but in our globalized society becoming more and more important - theme of interpreted-mediated conflict mediation. In a first theoretical part, the basics, intentions and domains of conflict mediation are highlighted and in a further step parallels are drawn between the qualification profile of dialogue interpreters. For this purpose, in which way dialogue interpreting should be understood as mediation is discussed initially. Following that, both profession profiles are compared to each other with a focus on outlining differences and role interferences. Finally conclusions are drawn regarding eventual problems in the context of the collaboration in interpreter-mediated conflict mediation. The second, empirical part, gives an insight in the praxis of interpreter-mediated conflict mediation shown by means of expert interviews. Two dialogue interpreters and one conflict mediator tell about the particularities and challenges of this setting. Through the examples they provide and their personal experiences, they shed light on which conditions are necessary to establish successful collaboration or rather successful conflict mediation: The basic requirement was found to be the awareness of the other's respective professional profile.