Titelaufnahme

Titel
Related Party Transactions - Reform der Aktionärsrechterichtlinie
Weitere Titel
Related Party Transactions - Reform of the Shareholder Rights Directive
Verfasser/ VerfasserinPartel, Philipp Thomas
Begutachter / BegutachterinZollner, Johannes
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-119040 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Related Party Transactions - Reform der Aktionärsrechterichtlinie [0.85 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Am 9.4.2014 hat die Europäische Kommission ein Maßnahmenpaket für den Bereich Gesellschaftsrecht und zur Weiterentwicklung und Verbesserung von Corporate Governance in der Europäischen Union veröffentlicht. Darin enthalten ist unter anderem auch ein Vorschlag für eine Richtlinie zur Änderung der Aktionärsrechterichtlinie 2007/36/EG. Die geplanten Novellierungen betreffen, neben einer Neuregelung der Vorgaben für die Vorstandsvergütung und der Einführung von Rechtsgrundlagen für Stimmrechtsberater, auch Vorschriften über Related Party Transactions. Darunter versteht man Rechtsgeschäfte zwischen einer börsenotierten Aktiengesellschaft und dieser nahestehenden Personen und/oder nahestehenden Unternehmen. Derartige Rechtsgeschäfte sollen aber nicht gänzlich verhindert werden, sondern transparenter ausgestaltet und durch die Vorschreibung zusätzlicher Genehmigungsvorbehalte weniger anfällig für etwaige Manipulationen gemacht werden. Der Änderungsvorschlag sieht dafür ein zweigeteiltes Regelungsmodell vor: Wesentliche Transaktionen der Aktiengesellschaft mit nahestehenden Parteien sollen vor deren Durchführung veröffentlicht werden, um den nicht beteiligten Gesellschaftern so die Kontrolle dieser Rechtsgeschäfte zu erleichtern (Publizitätspflicht). Rechtsgeschäfte von besonders großer Relevanz sollen nicht bloß veröffentlicht, sondern auch an die Mitwirkung anderer Organe als dem Vorstand gebunden werden (Genehmigungspflicht). Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird zunächst die unionsrechtliche Regelung über Related Party Transactions näher beleuchtet, bevor auf die rechtliche Situation in Österreich und anderen Rechtsordnungen eingegangen wird. Danach folgt die Erörterung des sachlichen und persönlichen Anwendungsbereichs der geplanten Regelung sowie eine detaillierte Darstellung der Publizitäts- und Genehmigungspflicht.

Zusammenfassung (Englisch)

On April the 9th 2014, the European Commission published a package of measures for corporate law and the further development and improvement of corporate governance in the European Union. This includes, inter alia, a proposal for a directive amending the 2007/36/EC shareholders' directive. The planned amendments relate, in addition to a reorganization of the requirements for the remuneration of the Executive Board and the introduction of legal bases for proxy advisors, also regulations concerning Related Party Transactions. This refers to legal transactions between a stock exchange listed company and such closely related persons and / or related companies. However, such legal transactions are not to be completely prevented but made more transparent and, by prescribing additional authorizations, less susceptible to possible manipulation. The proposed amendment provides for a two-pronged regulatory model: major transactions of the company with related parties are to be published before their implementation in order to facilitate the control of these legal transactions to the non-participating shareholders (publicity obligation). Legal transactions of particularly great relevance are not only to be published, but also to the participation of other bodies than the Management Board (authorization obligation). Within the scope of this diploma thesis, the unions legislation on Related Party Transactions will be discussed in more detail before the legal situation in Austria and other legal systems is discussed. This is followed by a discussion of the factual and personal scope of the planned regulation as well as a detailed description of the obligation to publish and approve.