Titelaufnahme

Titel
Ein Leben ohne Staatsbürgerschaft. Zur Bedeutung und Vielseitigkeit von Staatenlosigkeit in Österreich.
Weitere Titel
A life without citizenship. The significance and variety of statelessness in Austria.
Verfasser/ VerfasserinMittmasser, Christina
Begutachter / BegutachterinHadler, Markus
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118890 Persistent Identifier (URN)
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Ein Leben ohne Staatsbürgerschaft. Zur Bedeutung und Vielseitigkeit von Staatenlosigkeit in Österreich. [1.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit Staatenlosigkeit in Österreich. Staatenlose Personen besitzen keine Staatsbürgerschaft, weshalb sich ihr Leben durch beschränkte Möglichkeiten auszeichnet. Da diesem Phänomen in Österreich sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, veröffentlichte UNHCR 2017 einen Bericht, der den österreichischen Umgang mit Staatenlosigkeit beschreibt und darstellt, wie Staatenlosigkeit in Österreich entstehen kann und welche Rechte Betroffene genießen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema zeigte, dass rechtliche Analysen nicht ausreichen. Stattdessen müssen auch die Erfahrungen von staatenlosen Personen selbst und die sozialen Folgen dieser Situation untersucht werden, um ein umfangreiches Bild zu erlangen. Diese Masterarbeit widmet sich deshalb der sozialen Lage rund um Staatenlosigkeit und zeigt latente Hürden im Leben ohne Staatsbürgerschaft auf. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem auch die Frage, inwieweit das Fehlen einer Staatsbürgerschaft zu Exklusion, Labeling und Empowerment führen kann. Innerhalb eines qualitativen Methodendesigns wurden neben Betroffenen auch ExpertInnen interviewt, um deren Zugang zu Staatenlosigkeit zu hinterfragen. Indem staatenlose Personen, die bereits in Österreich geboren wurden, staatenlosen MigrantInnen gegenübergestellt werden, wird die Vielseitigkeit von Staatenlosigkeit aufgezeigt. Es wird dargestellt, inwiefern sich die Auswirkungen und Wahrnehmung dieser Situation anhand des Kriteriums der Herkunft unterscheiden. Unweigerlich mit diesem Thema verbunden ist die theoretische Debatte um Staatsbürgerschaft, weshalb in dieser Arbeit mit der Analyse von Staatenlosigkeit auch die gegenwärtige Bedeutung und das individuelle Verständnis dieses Konzepts diskutiert werden. Dabei wird deutlich, dass Staatsbürgerschaft auch eine außerrechtliche und praktische Bedeutung hat, die mit Gerechtigkeitsvorstellungen und Zugehörigkeit in Verbindung steht.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with statelessness in Austria. Stateless people live without a citizenship, which is why they do not have the same opportunities as others. Because the phenomenon does not get a lot of attention in Austria, UNHCR issued a report in 2017. It analyses how the Austrian state deals with statelessness, how it occurs and which rights are granted to stateless people. The scientific debate on this matter showed that the investigation of statelessness cannot only be a study of legal contexts. To fully understand statelessness the experiences of those concerned as well as the social consequences of their situation need to be examined. Therefor this master thesis addresses the social condition and hidden obstacles of a life without citizenship. The focus also lies on the question to what extent the lack of citizenship leads to exclusion, labelling and empowerment. Within a qualitative research design stateless people as well as experts were interviewed to question their approach to this phenomenon. By comparing stateless people who were born in Austria to stateless migrants this work draws attention to the variety of statelessness. The thesis outlines how the effects and perception of statelessness differ along the context and origin of the situation. Linked with these questions is the theoretical debate about citizenship. Along with the analysis of statelessness the current significance and individual meaning of this concept will be discussed. This aims to emphasise how far citizenship also has a practical and non-legal value which is connected to ideas of justice and belonging.