Bibliographic Metadata

Title
"Wenn sich jemand Dolmetsch nennt, gehe ich davon aus, dass er das kann" : eine Untersuchung des Vertrauensphänomens beim Gerichtsdolmetschen / vorgelegt von Amos Schmidt, BA
Additional Titles
"If someone calls himself an interpreter, I expect that he can do it"
AuthorSchmidt, Amos
CensorGrbić, Nadja
PublishedGraz, 2017
Description135 Blätter : Zusammenfassungen (1 Blatt)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Gericht / Dolmetschen / Rechtsanwalt / Vertrauen
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118733 Persistent Identifier (URN)
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"Wenn sich jemand Dolmetsch nennt, gehe ich davon aus, dass er das kann" [1.65 mb]
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Abstract (German)

Diese Masterarbeit setzt sich mit dem Vertrauensphänomen beim Gerichtsdolmetschen auseinander und versucht der Frage nachzugehen, was zum Vertrauen in GerichtsdolmetscherInnen beim Dolmetschen für Gericht und Behörden beiträgt. Basierend auf theoretischen Ausführungen über das Gerichtsdolmetschen in Österreich sowie über das Vertrauen aus soziologischer und translationswissenschaftlicher Perspektive wurde untersucht, welche Eigenschaften von GerichtsdolmetscherInnen das Vertrauen von RechtsanwältInnen in sie beeinflusst, wie sich die Vertrauensverhältnisse bei wiederholter, etablierter Zusammenarbeit manifestieren, wie viel Handlungsspielraum den GerichtsdolmetscherInnen gewährt wird und wie sich bisherige Erfahrungen der RechtsanwältInnen auf ihr künftiges Vertrauen in GerichtsdolmetscherInnen auswirken. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurden qualitative Leitfadeninterviews mit je vier GerichtsdolmetscherInnen und RechtsanwältInnen durchgeführt, welche daraufhin transkribiert und mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden. Die Analyse ergab, dass eine etablierte Zusammenarbeit zwischen RechtsanwältInnen und GerichtsdolmetscherInnen tendenziell bevorzugt wird. Bei einer etablierten Zusammenarbeit ist in der Regel auch der Handlungsspielraum der GerichtsdolmetscherInnen größer, wobei die Untersuchung zu dem für künftige Studien interessanten Ergebnis kam, dass einige GerichtsdolmetscherInnen einen von RechtsanwältInnen gewährten zusätzlichen Handlungsspielraum generell ablehnen. Ebenso kann aus der vorliegenden Studie abgeleitet werden, dass positive Erfahrungen der RechtsanwältInnen mit GerichtsdolmetscherInnen zu einem allgemein gesteigerten Vertrauensverhältnis in die Berufsgruppe führen.

Abstract (English)

This master thesis focuses on the issue of trust in court interpreting and investigates the ways in which trust is developed in the field of interpreting for courts and authorities. Based on a theoretical framework which explores court interpreting in Austria as well as research on trust from the perspective of sociology and translation studies, the objective was to investigate which characteristics of interpreters influence the trust of lawyers in them, how trust relations manifest themselves in the case of repeated, established collaboration, how much scope of action interpreters are granted and how previous experience of lawyers influences their future trust in court interpreters. To answer the research questions, semi-structured interviews were conducted with four court interpreters and four lawyers. The interviews were then transcribed and analyzed using Mayrings qualitative content analysis. The analysis showed that lawyers and interpreters tend to prefer an established pattern of collaboration. In the case of established collaboration, the scope of action of court interpreters tends to be much larger, but the study also showed that some court interpreters generally reject having a larger scope of action, which might be interesting for future studies. Moreover, the results indicate that positive experience of lawyers with court interpreters leads to a generally increased relationship of trust in the professional group.

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