Titelaufnahme

Titel
Schicksal und Weissagung : Darstellungen auf etruskischen Spiegeln / vorgelegt Iris Koch
Verfasser/ VerfasserinKoch, Iris
Begutachter / BegutachterinLorenz, Hanns-Thuri
Erschienen2012
Umfang111, [31] Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Etrusker / Bronzespiegel / Etrusker / Bronzespiegel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41847 Persistent Identifier (URN)
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Schicksal und Weissagung [6.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Etrusker fertigten in der Zeit zwischen 530/520 und dem 2. Jh. v. Chr. bronzene und silberne Handspiegel mit figürlicher Gravuren und Reliefs auf der Rückseite. Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, die bisher bekannten Spiegel zusammenzustellen, die Darstellungen zum Thema Schicksal und Weissagung zeigen. Diese werden im Detail besprochen, inklusive der verschiedenen Deutungsansätze und der zum Teil vorhandenen Beischriften. Dabei zeigt sich, dass die Darstellungen fast immer griechische und etruskische Elemente vermischen. Zum Beginn der Arbeit steht ein Überblick über Schicksal und Weissagung bei den Etruskern. Dabei werden vor allem römische Autoren herangezogen. Nach einem Kapitel mit einer allgemeinen Betrachtung etruskischer Spiegel folgt der eigentliche Hauptteil der Arbeit. Der Abschnitt über Schicksal umfasst Darstellungen, in denen Schicksal verkündet oder durch Seelenwiegung festgestellt wird. Der Abschnitt über Weissagung umfasst Darstellungen der Leberschau (eine wichtige etruskische Weissagungspraxis), Darstellungen mit dem weissagenden Orpheushaupt, Darstellungen mit weissagenden Silensköpfen, eine Darstellung des etruskischen Sehers Cacu und einige mögliche Darstellungen von Lekanomantie und Katoptromantie (Weissagung mittels eines mit Flüssigkeit gefüllten Gefäßes bzw. mittels eines Spiegels). Bei der Betrachtung der verschiedensten in der Literatur auftauchenden Deutungsansätze wird klar, dass der genaue Inhalt der Bilder in den meisten Fällen umstritten ist. Im abschließenden Kapitel werden die zuvor einzeln besprochenen Spiegel in ihrer Gesamtheit betrachtet und verglichen. Die 29 für die Argumentation herangezogenen Spiegel sind chronologisch mehrheitlich im 4. Jh. anzusiedeln, mit einer Häufung um 300 v. Chr.

Zusammenfassung (Englisch)

Between 530/520 and the 2nd century BC, the Etruscans crafted bronze and silver mirrors with figural engravings and reliefs on their backs. This thesis tries to compile the mirrors known today that are showing depictions concerning fate or divination. These mirrors are discussed in detail, including the various approaches of interpretation and the extant inscriptions. It becomes apparent that in almost all cases, Greek and Etruscan elements mingle within the representations.At the beginning of the thesis there is an overview of fate and divination concerning the Etruscans. For that, mostly Roman writers are consulted because not much Etruscan writing is extant. After a chapter with considerations about Etruscan mirrors in general, the main part of the thesis follows.The chapter on fate includes representations where fate is being pronounced by a deity or being determined by a weighing of souls. The chapter on divination includes representations of reading entrails (an important way of divination among the Etruscans), representations showing the prophesying head of Orpheus or Silenus heads, a representation of the Etruscan seer Cacu and some possible representations of lekanomanteia and katoptromanteia (divination using vessels filled with liquid and divination using mirrors). Considering the various approaches of interpretation it becomes apparent that the content of the images is highly controversial in most cases. In the final chapter, the mirrors are discussed as a whole. The 29 mirrors that have been consulted for the argumentation are mainly to be dated in the 4th century BC and around 300 BC.