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Titel
Einfluss von Frühlingsgrün auf das kreative Potential und Bedeutung von Selbstmitgefühl und Perfektionismus im Kreativitätskontext
Weitere Titel
Influence of spring green on creative potential and importance of self-compassion and perfectionism in the context of creativity
Verfasser/ VerfasserinDeuflhard, Valerie Luna
Begutachter / BegutachterinFreudenthaler, Heribert
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118546 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von Frühlingsgrün auf das kreative Potential und Bedeutung von Selbstmitgefühl und Perfektionismus im Kreativitätskontext [1.6 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie überprüfte anhand von 103 Psychologiestudierenden erstmals den Einfluss der Farbe Grün in Kombination mit (a) Selbstmitgefühl und (b) perfektionistischen Bestrebungen oder Befürchtungen auf das kreative Potential (Ideenoriginalität und -flüssigkeit). Ferner wurden diese Persönlichkeitsfacetten umfassender im Kreativitätskontext untersucht. Die Experimentalbedingungen (grün vs. grau) wurden zufällig zugeordnet. Das kreative Potential wurde mit den UV (basierend auf AUT; Guilford, 1967), die kreativen Aktivitäten und Leistungen mit dem FKAL (Jauk, Benedek & Neubauer, 2014) erhoben. Das Selbstmitgefühl wurde mit der SCS-D (basierend auf SCS; Neff, 2003b), der Perfektionismus mit der MPS-F (basierend auf MPS; Frost, Marten, Lahart & Rosenblate, 1990) erfasst. Die Ergebnisse bestärken jüngste Befunde, dass sich die Farbe Grün positiv auf Originalität auswirkt. Dies unterstützt die Annahme der Farbforschung, dass Grün mit Erfolg und Wachstum assoziiert und deshalb riskantere Verarbeitungsstrategien im Leistungskontext anregt. Eine Beziehung zwischen Selbstmitgefühl und Kreativität zeigte sich nicht. Selbstmitgefühl könnte zwar Aufgeschlossenheit und Neugier implizieren, nicht aber Phantasie oder ästhetische Sensitivität. Erstmals wurden bedingte Effekte des Perfektionismus auf die kreativen Leistungen belegt: Höheres perfektionistisches Streben ging bei hohen perfektionistischen Befürchtungen mit mehr kreativen Leistungen einher, bei niedrigen und durchschnittlichen Befürchtungen zeigte sich kein Effekt. Eine Erklärung könnte eine erfolgreichere Regulation hoher leistungsbezogener Ängste über zunehmendes perfektionistisches Streben sein. Perfektionistische Befürchtungen gingen bei geringem oder durchschnittlichem perfektionistischen Streben mit weniger kreativen Leistungen einher, bei hohem perfektionistischem Streben nicht. Dies könnte auf die adaptive Bedeutung von perfektionistischem Streben bei der Umsetzung von Ideen hinweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study investigated the influence of the colour green in combination with (a) self-compassion and (b) perfectionistic strivings or concerns on creative potential (ideational originality and fluency) sampling 103 psychology students. Moreover, it examined these personality traits more comprehensively in the context of creativity. Each person was randomly assigned to the test conditions (green vs. grey). To measure creative potential, the German version of the AUT (Guilford, 1967) was used, to measure everyday creative activities and creative achievements the ICAA (Jauk, Benedek & Neubauer, 2014) was used. To index self-compassion, the German version of SCS (Neff, 2003b) was applied, and to index perfectionism, the German version of MPS (Frost, Marten, Lahart & Rosenblate, 1990) was applied. The results confirm recent findings that green has a positive influence on originality. This resonates with colour psychologists' assumption that green is associated with growth and mastery, thus stimulating more risky approaches in the achievement context. A relation between self-compassion and creativity did not occur. This seems to reflect that self-compassion is linked with open-mindedness and curiosity, but not with phantasy or aesthetic sensitivity. Remarkably, this is the first study demonstrating conditional effects of perfectionism on creative achievements: Higher perfectionistic striving in the presence of higher perfectionistic concerns went with higher creative achievement, no effect occurred when perfectionistic concerns were average or low. An explanation might be that higher perfectionistic strivings allow for a more successful regulation of fear of failure. Increasing perfectionistic concerns resulted in lower creative achievements when perfectionistic strivings were low or average, unlike the case when perfectionistic strivings were high. This could indicate the adaptive role of perfectionistic strivings for the implementation of ideas.