Titelaufnahme

Titel
Schigebiete und Gewässerschutz - "Öffentliches Interesse" an Fusions- und Erweiterungsvorhaben als Frage der Nachhaltigkeit
Weitere Titel
Skiing regions and water protection - "Public interest" in merger and extension projects as a question of sustainability
Verfasser/ VerfasserinRomirer, Christoph
Begutachter / BegutachterinSchulev-Steindl, Eva
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118451 Persistent Identifier (URN)
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Schigebiete und Gewässerschutz - "Öffentliches Interesse" an Fusions- und Erweiterungsvorhaben als Frage der Nachhaltigkeit [2.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der schneeabhängige Alpintourismus trägt Jahr für Jahr maßgeblich zur Wirtschaftsleistung Österreichs bei. Im Kreise der Seilbahnunternehmer und Wintersportgemeinden kommt es in jüngerer Vergangenheit vermehrt zu Fusionen und Erweiterungen bestehender Schigebiete, die durch zusätzliche Pistenflächen für ein attraktiveres Wintersportangebot, und in weiterer Folge für eine höhere Anzahl an Besuchern sorgen sollen. Diese in der Regel UVP-pflichtigen Vorhaben sind imstande, wesentliche Auswirkungen auf nahe Gewässer und/oder wassergeprägte Lebensräume herbeizuführen, die aus erhöhten Wasserentnahmen zur Beschneiung des neuen Geländes, baulichen Maßnahmen zur Errichtung der Infrastruktur, und sonstigen Eingriffen folgen können. Hierdurch werden verschiedene wasser-, aber auch naturschutzrechtliche Bewilligungspflichten ausgelöst, die primär dem Schutz der Gewässer dienen. Das Wasserrechtsgesetz als materiengesetzlicher Hauptanknüpfungspunkt setzt den Nutzungsansprüchen des Projektwerbers Grenzen, sieht aber in Umsetzung der unionsrechtlichen Wasserrahmenrichtlinie auch explizite Sanierungs- und Erhaltungspflichten vor. Daneben finden sich insbesondere in den Naturschutzgesetzen der Länder, sowie in der Alpenkonvention einschlägige Regelungen. In beiden Fällen ist die Bewilligungsfähigkeit eines Fusions- oder Erweiterungsvorhabens davon abhängig, ob die Behörde das „öffentliche Interesse“ an seiner Realisierung gegenüber der Erhaltung des zu beanspruchenden Gewässers als höherwertig ansieht. Die Abwägung dieser Interessen ökonomischer und ökologischer Natur gestaltet sich nicht zuletzt aufgrund ihrer fehlenden Vergleichbarkeit als durchaus problematisch, und darauffolgende Entscheidungen weisen regelmäßig politischen Hintergrund auf.

Zusammenfassung (Englisch)

Year after year, snow-related alpine tourism significantly contributes to Austria's economic vitality. In the recent past, ski lift operators and winter sports municipalities have arranged a growing amount of merger and extension projects to create additional skiable areas, and to ultimately increase the number of paying skiers through a more attractive winter sports offer. These usually EIA-needing schemes are able to induce significant impacts on waters and aquatic habitats, which are caused by higher water abstraction to cover the new slopes with artificial snow, construction measures and other operations. As a result, multiple compulsory permissions under water and nature conservation legislation are needed. The Water law act, which is the focal point in terms of water protection, sets limits to the water utilisation claims of project applicants, and moreover contains special remediation and conservation duties in implementation of the Water Framework Directive. In addition, the Nature Conservation Acts of the federal provinces, as well as the Alpine convention, entail substantial regulations too. To be capable of granting the necessary permissions, authorities have to rate public interest in the realization of the particular skiing resorts merger or extension as superior to the respective water bodys preservation. Because of their lack of compability, the balancing of economic and egologic interests constitutes a major issue in practice, and the subsequent decisions typically are of political nature.