Titelaufnahme

Titel
Früherkennung von Risikopatienten für unerwünschte Arzneimittelwirkungen - Möglichkeiten in der Praxis am Beispiel nierentoxischer Arzneimittel
Weitere Titel
Early detection of risk patients for adverse drug reactions - Possibilities in practice using the example of nephrotoxic drugs
Verfasser/ VerfasserinLehner, Christina
Begutachter / BegutachterinOrtner, Astrid
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118447 Persistent Identifier (URN)
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Früherkennung von Risikopatienten für unerwünschte Arzneimittelwirkungen - Möglichkeiten in der Praxis am Beispiel nierentoxischer Arzneimittel [4.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

5-10% aller Krankenhausaufnahmen sind laut Studien auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) zurückzuführen. Nierentoxische Arzneimittel sind mitverantwortlich für die Entstehung von UAW. Im Rahmen dieser Arbeit wurde mit Fokus auf nierentoxische Arzneimittel erhoben, wie und ob eine zentralisierte klinisch pharmazeutische Intervention am MedCampus III des Kepler Universitätsklinikums gestaltet werden muss, um potentielle UAW zu reduzieren. Dazu wurde im theoretischen Teil der Arbeit auf den Zusammenhang zwischen Arzneimitteln und der Niere und auf die Wirkmechanismen von nephrotoxischen Arzneimitteln eingegangen. Im praktischen Teil wurden zuerst die potentiell nephrotoxischen Arzneimittel und das zu betrachtende Patientenkollektiv ausgewählt, das in die Studie inkludiert werden sollte. Zusätzlich wurden Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionseinschränkung in den Fachinformationen der jeweiligen Handelsprodukte mit der Fachliteratur zur Arzneimittelanwendung bei chronischen Nierenerkrankungen verglichen. Anhand dieser Informationen wurde eine retrospektive Datenerhebung, mithilfe der elektronischen Fieberkurve und der Auswertungstools „Crystal Reports®“ durchgeführt um die Verschreibungssituation der ausgewählten Arzneistoffe im Patientenkollektiv zu erheben. Den 571 Personen des Patientenkollektivs wurden 609 nephrotoxische Medikamente verabreicht, wobei Ciprofloxacin (28,7%), Allopurinol (21,7%), Vancomycin (12,6%), Diclofenac (12,5%) und Dexibuprofen (9,5%) am häufigsten gegeben wurden. Die bereits erwähnten Wirkstoffe wurden sowohl vor dem Krankenhausaufenthalt als auch im Zuge des Aufenthalts häufig falsch dosiert, wobei der Großteil in der Klinik angesetzt wurde. Aufgrund der geringen Anzahl an Patienten, die dauerhaft falsch dosierte Medikationen erhielten (0,08% bzw. 0,21%) bezogen auf die gesamten stationären Aufnahmen, muss überlegt werden ob eine pharmazeutische Intervention hier kosteneffektiv und sinnvoll ist.

Zusammenfassung (Englisch)

According to studies, 5-10% of all hospital admissions are attributed to adverse drug reactions (ADR). Nephrotoxic drugs are jointly responsible for the development of such ADR. With a focus on these drugs, this study investigated whether a centralized clinical-pharmaceutical intervention could be designed to reduce potential adverse drug reactions. In order to achieve this goal, the relationship between drugs and the kidney and the mechanisms of action of nephrotoxic drugs have been discussed in the theoretical part. In the first step of the practical part, potential nephrotoxic drugs and the patient group to be considered in the study were selected. In addition, information on dose adjustment for renal impairment according to the SPC (Summery of Product Characteristics) or according to specialized literature of drug use in renal impairment was compared. Based on this information, a retrospective data collection was carried out using electronic patient charts and the evaluation tool "Crystal Reports®" to investigate prescribing of the previously selected drugs in the study population. 609 medications were administered to 571 individuals over one year. Ciprofloxacin (28.7%), allopurinol (21.7%), vancomycin (12.6%), diclofenac (12.5%) and dexibuprofen (9.5%) were most frequently given. Doses of these drugs were incorrect both if started before the hospital stay or more frequently during the course of the stay. Because of a low number of patients with long term incorrect dosed medications (0.08% and 0.21%, respectively) relative to the entire hospital population, a targeted pharmaceutical intervention might not be cost effective.