Titelaufnahme

Titel
SprachmittlerInnen im Integrationsbereich: Der Dolmetschpool des Integrationszentrums Paraplü in Steyr.
Weitere Titel
Language mediators in the field of integration: The interpreters of the Paraplü Integration Center in Steyr
Verfasser/ VerfasserinDrabek, Raphael
Begutachter / BegutachterinGrbic, Nadja
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118429 Persistent Identifier (URN)
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SprachmittlerInnen im Integrationsbereich: Der Dolmetschpool des Integrationszentrums Paraplü in Steyr. [1.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Masterarbeit war es, die Tätigkeit von LaiendolmetscherInnen im Integrationsbereich, die in der Forschung bislang stiefmütterlich behandelt wurden, zu charakterisieren. Als Forschungsobjekt wurde der Dolmetschpool des Integrationszentrums Paraplü in Steyr ausgewählt, als theoretische Grundlage dienten verschiedene Konzeptualisierungen des Kommunal- und Laiendolmetschens. Im Rahmen von sechs Interviews mit DolmetscherInnen des Pools sollte herausgefunden werden, an welchen Orten und in welchen Situationen die DolmetscherInnen zum Einsatz kommen, wie sich ihr persönlicher, schulischer und beruflicher Werdegang gestaltete, wie sie zu ihrer Tätigkeit für das Integrationszentrum kamen und aus welchen Gründen sie diese aufnahmen. Außerdem sollte die Frage beantwortet werden, mit welchen Herausforderungen diese LaiendolmetscherInnen im Zuge ihrer Tätigkeit konfrontiert werden und welche Strategien sie verwenden, um diesen zu begegnen. Das Datenmaterial wurde auf Basis deduktiv und induktiv gebildeter Kategorien ausgewertet. Dabei konnte die Hypothese, dass die Befragten Unterschiede in Bezug auf Einsatzorte, Dolmetschsituationen, Werdegang, Aufnahme ihrer Tätigkeit, Motivation sowie zu bewältigende Herausforderungen aufweisen, verifiziert werden. Ebenso konnte die Hypothese bestätigt werden, dass die InformantInnen mangels translatorischer Ausbildung einige der von ihnen angewandten Dolmetschstrategien selbst entwickelt haben. Entgegen der dritten Hypothese stellte sich jedoch heraus, dass die InterviewpartnerInnen für beinahe alle Herausforderungen, mit denen sie als DolmetscherInnen konfrontiert werden, geeignete Strategien anzuwenden scheinen und daher so gut wie keinen Bedarf an noch zu entwickelnden Strategien zu haben scheinen. Dennoch wünschen sich die meisten Befragten interessanterweise ein breiteres Angebot an dolmetschspezifischen Weiterbildungen.

Zusammenfassung (Englisch)

Lay interpreters working in the field of integration is a topic that has been scarcely discussed in interpreting studies so far. This thesis aims to characterize the work of lay interpreters by conducting a study in the Paraplü Integration Center in Steyr. Various concepts of community interpreting, lay interpreting, integration and migration serve as theoretical basis for this research project. Six interpreters of the Integration Centers pool of interpreters have been interviewed in order to find answers to following questions: Where and in what situations do they interpret; what is their personal and professional background; how and why they began to work as interpreters for the Integration Center; what challenges do they face in their interpreting assignments and what strategies do they apply to meet these challenges. The data were coded using deductive and inductive categories. The first hypothesis stated that there are differences between the participants with regard to their interpreting assignments, their personal and professional backgrounds, how and why they began to work as interpreters and the challenges they face. The second hypothesis stated that the participants developed their applied interpreting strategies by themselves because they did not undergo professional training. Through the analysis, these two hypotheses had been verified whereas the third hypothesis, which stated that the participants had not developed strategies for every challenge they face, was disproven. Whereas the analysis showed that the participants seem to be able to use appropriate strategies for almost every situation and that they need no further strategies, most of them surprisingly mentioned that they would like to have a wider range of further training courses in interpreting in the future.