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Title
Kirche, Habitus und kulturelles Gedächtnis in Kärnten : Untersuchungen zur Wahrnehmung der katholischen Kirche in Kärnten, insbesondere im "Christlichen Ständestaat" / eingereicht von Mag. theol. Mag. rer.soc.oec. Johannes Thonhauser
Additional Titles
Church, habitus, and cultural memory in Carinthia : studies on the percpetion of the Catholic Church in Carinthia, especially in the "Christlichen Ständestaat"
AuthorThonhauser, Johannes
CensorTropper, Peter ; Höllinger, Franz
PublishedGraz, 2017
Description331 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karte
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
KeywordsKärnten / Katholische Kirche / Geschichte 1933-1938
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118372 Persistent Identifier (URN)
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Kirche, Habitus und kulturelles Gedächtnis in Kärnten [19.52 mb]
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Abstract (German)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Wahrnehmung der katholischen Kirche in Kärnten, insbesondere in der Zeit des so genannten „Christlichen Ständestaates“ von 1933/34 bis 1938. Unter Bezugnahme auf die politischen und gesellschaftlichen Sonderentwicklungen in Kärnten wird zunächst auch die Haltung der Kärntner und Kärntnerinnen zur katholischen Kirche als Sonderfall beschrieben. Anhand einer Auswahl an empirischen Daten wird argumentiert, dass Kirchenbindung und Vertrauen in die Institution Kirche in Kärnten geringer ausgeprägt sind als in anderen österreichischen Bundesländern. Dieser Sachverhalt wird anhand einer regionalspezifischen, sozial geformten Persönlichkeitsstruktur erklärt, die in weiterer Folge als „Kärntner Habitus“ bezeichnet und deren Genese als langfristiger Entwicklungsprozess im Kontext der Kärntner (Kirchen-)Geschichte geschildert wird.In einem weiteren Schritt wird die Wahrnehmung der katholischen Kirche in Kärnten im „Christlichen Ständestaat“ untersucht. Der starke Zulauf, den die nationalsozialistische Bewegung in Kärnten nicht zuletzt aufgrund der hohen Ablehnung des katholisch-autoritären Systems hatte, wird dabei als Folgewirkung der geschilderten Zusammenhänge gesehen. Eine Analyse von bislang noch unveröffentlichtem Archivmaterial, das den Umgang von Kärntner Klerikern mit der um sich greifenden Kirchenaustrittsbewegung im „Austrofaschismus“ dokumentiert, ist Kernbestandteil dieses Abschnitts.Im dritten Teil der Arbeit werden die erörterten Zusammenhänge anhand ihres Niederschlags im kulturellen Gedächtnis Kärntens überprüft bzw. illustriert. Dazu werden sieben Erinnerungstraditionen vorgestellt, die sich vorrangig in der Zwischenkriegszeit nachhaltig ausgeformt haben. Anhand von Text- und Bildbeispielen aus Kunst, Literatur und Historiographie werden die einzelnen Facetten des Kärntner Habitus und die Rolle, die dieser für die Wahrnehmung der katholischen Kirche spielt, herausgearbeitet und anschließend zusammengefasst.

Abstract (English)

This thesis focuses on the perception of the Catholic Church in Carinthia, especially during the era of the so-called “Christlichen Ständestaates” from 1933/34 to 1938. In consideration of the exceptional political and social developments in Carinthia, empirical data shows that affiliation to and confidence in the Catholic Church in Carinthia is lower than in other Austrian Estates. This issue is explained by a specific social structure of personality, a “Carinthian habitus”, whose historical development is outlined in chapter one. In the second chapter, the attitude towards the Catholic Church in the austo-fascist era is examined. The refusal of the authoritarian catholic regime supporting the rise of the illegal national-socialist movement during these years is explained as the outcome of the analyzed historical interdependencies. An examination of so far unpublished archive material, in which Carinthian clergymen report their experiences with the apostate-movement during this period, is the core part of this chapter.In the third chapter, the outlined propositions are reviewed and illustrated by its manifestations in the cultural memory of Carinthia. Therefore, seven traditions of remembrance that mainly were formed in the interwar period are analyzed. Based on text and image samples from arts, literature, and historiography, the particular facets of the Carinthian habitus and his impact on the attitude towards the church are outlined and summarized.

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