Titelaufnahme

Titel
Inkohärenz in der Grafik. Konventionsbrüche und Kontext der Bild- und Textelemente bei den Arts Incohérents und Bernhard Wolf.
Weitere Titel
Incoherence of graphics. Fractions of conventions and context of image- and text elements regarding the Arts Incohérents and Bernhard Wolf.
Verfasser/ VerfasserinRabensteiner, Leonhard Georg
Begutachter / BegutachterinFlach, Sabine
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118325 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Inkohärenz in der Grafik. Konventionsbrüche und Kontext der Bild- und Textelemente bei den Arts Incohérents und Bernhard Wolf. [3.15 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Zusammenhang von Ursache (Werk) und Wirkung (Rezeption) von Grafik muss nicht immer relativ linear sein, wenn die Darstellung mehrdeutig oder sinnfrei ist. Die (un)beabsichtigte Subversion von Darstellungskonventionen, die solche Brüche meist bedingt, kann etwa zur Belustigung oder Irritation der Betrachtenden führen, aber gibt es allgemein gültige Gründe für ihren Einsatz? Um dieser Frage nachzugehen, werden Intentionen und Werke der Pariser Gruppe Les Incohérents (1882-1893) und des zeitgenössischen Künstlers Bernhard Wolf (geb. 1965) betrachtet.Durch einen Fokus auf Grafik vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum gegenwärtigen graphic design, und die Problematisierung des Konfliktes zwischen Gebrauchs- und KünstlerInnengrafik werden grundlegende Motive des Genres aufgezeigt. Am Beispiel von Otto Neurath, der die Vorläufer heutiger Piktogramme entwickelte, um Informationen effizienter zu vermitteln, wird die Kommunikation durch Zeichen, und in Folge auch die Funktionsweise der Typografie aufgezeigt. Sowohl Schrift als auch Bild werden semiotisch betrachtet, um daraufhin durch die Sprachwissenschaft den Begriff der Kohärenz im Kontext der Narration zu definieren. Die Verwendung von Kohärenz in den Bereichen Literatur, Philosophie und auch in Sigmund Freuds Traumdeutung lässt Rückschlüsse auf das Phänomen in der Grafik zu, das im Bereich der Karikatur beschrieben wird. Nach der Auseinandersetzung mit der Gruppe, die Elemente des Dadaismus und Surrealismus vorwegnahm, und dem Künstler, der seine Positionen in einem Gespräch erläutert, werden Arten der Inkohärenz durch kulturelle Faktoren, bildsatirische Elemente und Bild-Text-Beziehungen anhand des Pentagramm-Modells analysiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The connection of cause (work) and effect (reception) of graphics does not necessarily have to be relatively linear, if the image is ambivalent or nonsensical. The (un)intended subversion of representation conventions, which usually causes such fractions, can lead to amusement or confusion of the observer, but are there generally accepted reasons for their usage? To follow this question, intentions and works of the Parisian group Les Incohérents (1882-1893) and contemporary artist Bernhard Wolf (born 1965) are regarded.Through a focus on graphics from the outgoing 19th century to present graphic design and the problematization of the conflict between applied and artistic graphics, basic motives of the genre are shown. Following the example of Otto Neurath, who developed the precursors of current pictograms in order to transmit information more efficient, the communication through signs and also the functionality of typography are shown. Both text and image are analysed in the field of semiotics. Built on this base, incoherence is defined through a linguistic angle and through the context of narration. The use of the term in the subjects literature and philosophy, but also Sigmund Freuds interpretation of dreams allow conclusions for the phenomenon at graphics, which is described through the context of caricature.Following the exemplification of the group, which anticipated elements of Dadaism and Surrealism, and the artist, who explains his approach in a conversation, modes of incoherence are described by cultural factors, satirical elements and image-text-connections through the pentagram-model.