Titelaufnahme

Titel
Zur Darstellung und Analyse des Masochismus am Beispiel und im Vergleich von Henrik Ibseus "Nora (Ein Puppenheim)" und Elfriede Jelineks "Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften" / vorgelegt von Eva Heinrich
Verfasser/ VerfasserinHeinrich, Eva
Begutachter / BegutachterinRabelhofer Bettina
Erschienen2012
Umfang94 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Ibsen, Henrik <Et dukkehjem> / Jelinek, Elfriede <Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaft> / Masochismus <Motiv> / Ibsen, Henrik <Et dukkehjem> / Jelinek, Elfriede <Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaft> / Masochismus <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41768 Persistent Identifier (URN)
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Zur Darstellung und Analyse des Masochismus am Beispiel und im Vergleich von Henrik Ibseus "Nora (Ein Puppenheim)" und Elfriede Jelineks "Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften" [0.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit Elfriede Jelineks Drama "Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften". Im Vordergrund steht hierbei der Masochismus, der in diesem Drama eine zentrale Rolle spielt. Der Begriff "Masochismus" geht auf den österreichischen Autor Leopold von Sacher-Masoch zurück, der das Phänomen des Masochismus schon vor seiner wissenschaftlichen Erforschung in seinen Romanen beschrieben hat. Unter "Masochismus" versteht man, dass Menschen durch körperliche oder seelische Schmerzen sexuelle Befriedigung erlangen. Die Masochisten unterwerfen sich vollständig dem Willen ihres Gegenüber und lassen sich von ihm/ihr zu den erniedrigendsten Handlungen verleiten. Im ersten Teil dieser Masterarbeit wird näher auf den Masochismus eingegangen. Die Ursachen und die unterschiedlichen Formen des Masochismus werden beschrieben. Auch auf das Phänomen der sexuellen Sklaverei wird hingewiesen. Dabei tun die unterworfenen Menschen alles, um den von ihnen geliebten Menschen nicht zu verlieren. Im zweiten Teil der Arbeit wird die theoretische Grundlage auf Jelineks Drama angewandt und gezeigt, dass die Art des Masochismus, die Torvald Helmer ausübt, eine Mischform aus den verschiedenen Formen des Masochismus darstellt. Sowohl Elemente des femininen, moralischen, physischen und psychischen Masochismus sind vorhanden. Im Mittelpunkt steht ferner die Frage, warum Elfriede Jelinek in ihrem Drama ausgerechnet den Masochismus als zentrales Handlungselement einsetzt. Verschiedene Antwortmöglichkeiten werden hierbei vorgestellt und diskutiert. Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Vergleich mit Henrik Ibsens Drama "Nora (Ein Puppenheim)", an das Jelineks Drama anschließt. Dazu wird eine genaue Analyse der Figuren vorgenommen, wie sie von Ibsen konzipiert wurden und wie Jelinek sie weiterentwickelt bzw. verändert hat.

Zusammenfassung (Englisch)

This master's thesis deals with Elfriede Jelinek's play "Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften". The main focus lies on "masochism", which plays a main role in this play. The term "masochism" was coined by the Austrian author Leopold von Sacher-Masoch, who described this phenomenon in his books even before it was scientifically researched. "Masochism" describes the gain of sexual satisfaction by corporal or mental punishment. Masochists completely obey others and agree to debase themselves. The first part of this thesis deals with "masochism". The reasons and the different forms of masochism are described. Moreover, the phenomenon of sexual slavery is discussed. In this case, individuals do anything in order not to lose their loved ones. In the second part of this thesis, the theoretical knowledge of ?masochism? is applied to Jelinek's play, thereby proving that the form of masochism shown by Torvald Helmer is in fact a mixture of many different forms of masochism. He encorporates elements of the feminine masochism, the moral, the physical and the mental masochism. Another focus of this chapter is the question why Jelinek chose this topic for her play. Many possible answers are introduced and discussed. Additionally, Jelinek's play is compared to the play on which it is based, Henrik Ibsen's "Nora (Ein Puppenheim)". The characters are analyzed in both Ibsen's and Jelinek?s plays. It becomes apparent that Elfriede Jelinek has written an extraordinarily realistic sequel of Ibsen's play. It is neither too optimistic, as Ernst Bruun Olsen's "Wo ging Nora hin?", in which Nora was able to integrate into society without problems, nor is Nora returning to her husband, as in Esther Vilar's "Helmer oder ein Puppenheim. Variation über ein Theater von Henrik Ibsen".