Titelaufnahme

Titel
Multilaterale Ansätze im internationalen Kartellrecht und ihre Relevanz für Entwicklungsländer / von Elisabeth Hoffberger
Verfasser/ VerfasserinHoffberger, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2012
Umfang147 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Entwicklungsländer / Internationales Kartellrecht / Entwicklungsländer / Internationales Kartellrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41592 Persistent Identifier (URN)
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Multilaterale Ansätze im internationalen Kartellrecht und ihre Relevanz für Entwicklungsländer [1.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Zeitalter der Marktwirtschaft erfordert die Etablierung geeigneter Kartellgesetze und der Schaffung von Wettbewerb. Im Rahmen der Globalisierung hat man sich die Frage zu stellen, welche völkerrechtlichen Herausforderungen in Bezug auf kartellrechtliche Sachverhalte mit Auslandsbezug bestehen und wie diese bestmöglich gehandhabt werden können. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zunächst unilaterale Maßnahmen der Kartellrechtserstreckung bei Sachverhalten mit Auslandsbezug einer völkerrechtlichen Analyse unterworfen und insbesondere die Perspektive der Entwicklungsländer und der Zivilgesellschaft einer näheren Betrachtung unterzogen. Bilaterale Maßnahmen in Form von rechtlich verbindlichen Kooperationsvereinbarungen wie auch nicht verbindliche soft law Instrumente versuchen den Problemen einseitiger Maßnahmen bei der Handhabe kartellrechtlicher Sachverhalte mit Auslandsbezug Einhalt zu gebieten. Durch die Förderung von technical assistance und capacity building wird versucht, die Etablierung effizienter Kartellrechtssysteme in Entwicklungsländern zu unterstützen. Im Gegensatz dazu bieten multilaterale Ansätze die Möglichkeit, einen umfassenden Regelungskatalog eines globalen Wettbewerbsrechts zu errichten. Bislang gibt es jedoch ausschließlich soft law Instrumente und kein verbindliches Vertragswerk. Zahlreiche Autoren haben trotzdem die Ideen eines multilateralen Vertragswerkes wieder aufgegriffen. Fox, Drexl und Basedow unterbreiten ein nach konstitutionalistischen Gesichtspunkten orientiertes Konzept, während Petersmann bei seinen Vorschlägen die Einbettung der WTO in das Völkerrechtsregime im Allgemeinen berücksichtigt und sowohl die Beachtung der Entwicklungsländer als auch der Zivilgesellschaft vorwiegend aus einer menschenrechtlichen und demokratiepolitischen Betrachtungsweise propagiert. Der eigene Vorschlag lehnt sich an das Konzept von Petersmann an, versucht aber auch andere Gesichtspunkte in die rechtliche Analyse miteinzubeziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the age of market economy, the establishment of adequate competition laws and the creation of competition itself have never been more important. In the course of globalization especially competition cases with foreign elements evoke tremendous legal challenges. Within the scope of this paper, those legal challenges are being carefully analyzed, primarily in the context of international law. At the unilateral level the extraterritorial application of competition laws, the role of developing countries, civil society and individuals in general, are in the focus of research. Bilateral mechanisms, such as non binding soft law instruments but also binding cooperation agreements try to counteract existing problems at the purely unilateral level. By the promotion of competition advocacy, technical assistance and capacity building developing countries should be fostered to eract efficient competition laws and market economy. On the contrary, mulitlateral approaches try to overcome problems arising at the bilateral level, within a much broader context. So far, only non binding soft law instruments exist. Nonetheless, many legal scholars made fruitful proposals for a possible future multilateral competition agreement, like a world competition law and the establishment of the ICPO. Fox, Drexl and Basedow recommend the establishment of a multilateral agreement with WTO specific constiutionalist principles. Petersmann takes in consideration the role of the WTO within the global international law regime and calls for an enhanced regard of developing countries? needs and the integration of civil society within a possible future competition law agreement. The author?s own proposal refers to Petersmann?s proposal of a possible competition law agreement at the mulitlateral level but tries to take in consideration additional aspects which have not been mentioned so far.